Hennigsdorf (MZV) Drei Bewohner des Asylbewerbeheimes in Stolpe-Süd sind am frühen Sonntagmorgen von Unbekannten in Hennigsdorf beschimpft und angegriffen worden. Eine 27-jährige Afrikanerin wurde verletzt ins Krankenhaus gebracht. Nun sucht die Polizei nach Zeugen.
Wie die Polizeidirektion Nord in Neuruppin am Montag mitteilte, ereignete sich der Vorfall gegen 4.30 Uhr auf der Havelbrücke zwischen Hennigsdorf und Stolpe-Süd. Die drei dunkelhäutigen Bewohner des Asylbewerberheimes – zwei Frauen und ein Mann – seien gerade auf dem Weg vom Bahnhof zu ihrer Unterkunft gewesen, als auf der Brücke ein Auto stoppte. Aus dem Wagen sollen zwei Männer ausgestiegen sein, die das Trio beschimpften. Nach Auskunft von Polizeisprecher Dietmar Keck habe es sich um fremdenfeindliche Beleidigungen gehandelt. Bei dem Versuch, vor den Männern zu flüchten, sei die 27-jährige Afrikanerin gestürzt und habe sich dabei leicht verletzt. Einer der unbekannten Angreifer habe noch gegen das Bein der 27-jährigen Afrikanerin getreten. Die Verletzungen wiegen so schwer, dass sich die Frau im Krankenhaus behandeln lassen muss. „Sie ist noch in der Klinik“, sagte Keck.
Doch nicht nur verletzt wurde die junge Frau. Nach Angaben der Polizei fehlten nach dem Übergriff der Afrikanerin und einer 37 Jahre alten Begleiterin ein Fotoapparat und zwei Handys. Gefunden wurden diese bei einer Tatortbesichtigung der Polizei nicht.
Bei der Aufklärung des Vorfalls bittet die Polizei nun im Mithilfe aus der Bevölkerung. Sie fragt: „Wer hat am Sonntag zwischen 4 und 5 Uhr morgens im Bereich der Havelbrücke Ruppiner Straße den geschilderten Vorfall bemerkt oder kann Hinweise zum Tathergang oder den beteiligten Personen und ihrem Pkw geben?“ Sachdienliche Hinweise nimmt die Hennigsdorfer Polizei unter (03302) 8030 oder jede andere Wache entgegen.
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