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Berlin (dpa) Die Berliner Staatsoper muss wegen der längeren Sanierung ihres Stammsitzes Unter den Linden bis 2014 vier Millionen Euro an Mindereinnahmen verkraften. Der Generaldirektor der Opernstiftung, Peter F. Raddatz, kündigte am Montag vor dem Kulturausschuss des Abgeordnetenhauses jedoch an, die Lücke könne aus den Rücklagen der Stiftung gedeckt werden. Die Staatsoper ist während der Sanierungsarbeiten provisorisch im Schillertheater untergebracht. Weil es dort weniger Plätze gibt, kommt auch weniger Geld herein.
Kritik von Grünen und Linken gab es im Ausschuss an dem Umbau eines stillgelegten Heizkraftwerks für fünf Aufführungen von Luigi Nonos Revolutionsoper "Al gran sole carico d'amore". Die 250 000 Euro aus dem Hauptstadtkulturfonds hätten angesichts der Rücklagen der Opernstiftung besser für andere Projekte verwandt werden sollen, sagte die Grünen-Abgeordnete Sabine Bangert.
Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit wies die Kritik zurück. Er sei sicher, dass die Aufführung zu einer der spektakulärsten Inszenierungen dieses Jahres gehören werde, sagte der SPD-Politiker.
Der Ausschuss beriet am Montag auch über die finanzielle Lage verschiedenster Kultureinrichtungen. Der scheidende Chef des Maxim Gorki Theaters, Armin Petras, bekräftigte seine Kritik an der seiner Ansicht nach mangelnden Finanzausstattung seines Hauses: "Der Bogen war an einer bestimmten Stelle wirklich überspannt." Auch Matthias Lilienthal, Intendant des Theaters Hebbel am Ufer (HAU), meldete Nachholbedarf an.
Eine Koalition aus unterschiedlichsten Künstlern der freien Szene forderte eine Kehrtwende in der Kulturpolitik. Andernfalls sei "die Substanz des viel beschworenen und international gefeierten kreativen Berlin gefährdet", heißt es in einem im Ausschuss verteilten Offenen Brief.
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