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Zehdenick (MZV) Mit hunderten Messpunkten nimmt der Adler im Stadtwappen von Zehdenick allmählich Konturen an. Noch vor dem ersten Schnee soll das Wappen in überdimensionaler Größe auf dem Friedrich-Ebert-Platz in Zehdenick erstrahlen.
Bei der Gestaltung wird jedenfalls nichts dem Zufall überlassen. Mit Hilfe des satellitengesteuerten Global Positioning-Systems (GPS) misst seit Freitag vergangener Woche der Planer Stefan Manzel Punkt für Punkt die inneren Umrissen des Stadtwappens aus. Für jeden Punkt treibt Bauleiter Marco Krüger von der Firma Garten- und Landschaftsbau Norbert Gerth ein Holzstöckchen in den lockeren Boden – alle 30 Zentimeter ein neues. Wenn die Augen vermessen werden, sollen die Punkte noch enger zusammenrücken. Die Messpunkte werden mit einer Farbspur verbunden. Die Form des Wappens ist bei der Gestaltung schon vorgegeben. Das Emblem läuft noch unten spitzt zu, so wie es die Stadtväter einst beschlossen haben und nicht wie auf einigen Abbildungen fälschlicherweise mit abgerundeter Spitze.
Mit vier Stauden-Sorten sollen die verschiedenen Farben des Wappen kenntlich gemacht werden. Die weißen Flächen werden mit Silberquenn, rot wird mit Stauden, die den botanischen Namen Sedum Voodoo tragen, ausgefächert. Gelb bekommt Sedum Angelina und Silber wird mit Stauden bepflanzt, die den passenden deutschen Namen Silberteppich tragen. Der Vorteil aller Stauden sei, dass sie nicht nur im Frühling blühen, sondern auch in den übrigen Jahreszeiten eine Unterscheidung der verschiedenen Flächen innerhalb des Wappen ermöglichen sollen, sagte Marco Krüger. Voraussichtlich am Freitag wird es ernst: Dann soll Staude für Staude in die Erde gesetzt werden. Die Pflanzaktion kann dann Mitte kommender Woche abgeschlossen werden. Zumindest von der etwas höher gelegenen Clara-Zetkin-Straße dürften die Passanten später einen schönen Blick auf das Ensemble werfen können.
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