Havelland (MZV) Das Ziel ist klar, der Weg dorthin eigentlich nicht weit. Wenn man den Mitgliedern der „Kommunalen Arbeitsgemeinschaft Wirtschaftsregion Osthavelland“ Glauben schenken darf, dann sind die Infrastrukturbedingungen für Unternehmen, die sich möglichst in großer Vielzahl in der Region ansiedeln sollen, exzellent. Damit das auch weltweit registriert werden kann, soll nun ein Marketingkonzept erarbeitet werden. Am Dienstag fiel dafür anlässlich eines Workshops in Nauen der Startschuss.
So hat das in Berlin ansässige Dienstleistungsunternehmen „Index - Agentur für strategische Öffentlichkeitsarbeit und Werbung“ den Auftrag erhalten, in den kommenden Wochen erste Ergebnisse für ein Marketingkonzept zu präsentieren. „Wir werden die Stärken klar herausarbeiten, schließlich soll die Wirtschaftsregion Osthavelland mit einer Stimme sprechen“, sagte Franziska Berge.
Im Konzert der großen wollen die Kommunen gerne mitmischen. Das sieht beispielsweise Nauens Bürgermeister Detlef Fleischmann (SPD) genauso wie die anderen beteiligten Verwaltungschefs, die sich vor einigen Jahren im Zuge der am Ende zwar gescheiterten Bewerbung als Regionaler Wachstumskern zu einer Kommunalen Arbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen hatten. So kann die Region laut Fleischmann, wenn sie profitieren will, nur gemeinsam als Wirtschaftszentrum wahrgenommen werden. „Es nutzt nichts, wenn jeder einzeln seine Stärken aufzeigt. Im Verbund wird man viel eher wahrgenommen“, meinte er.
Wenngleich das Osthavelland sich schon jetzt einen Namen gemacht habe, ist das Reservoir vor den Toren Berlins aber noch längst nicht ausgeschöpft. „Mit der Nähe zu Berlin und Potsdam können wir eindeutig punkten. Wir decken hier ein breites Spektrum ab und sind eine schnell wachsende Region. Wenn wir allerdings unser Alleinstellungsmerkmal herausarbeiten, können wir mit konkurrierenden Regionen nicht nur mithalten“, so Fleischmann. Dass die Region durchaus attraktiv für Unternehmen ist, hat sich vor allem im vergangenen Jahr gezeigt. Großunternehmen wie Nagel oder Zalando, die hierzulande investiert hatten, zeugen davon, dass der Logistikstandort gefragt ist.
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