Oberhavel (MZV) Sein Spitzname ist nicht originell, aber durchaus passend: Sebastian Mielitz nennen sie bei Fußball-Bundesligist Werder Bremen nur „Miele“ – und er ist mindestens so zuverlässig wie die Geräte des gleichnamigen Herstellers von Haushaltsgeräten.
Einziger Unterschied: Bremens „Miele“, der über die Stationen Fortuna Grüneberg, Oranienburger FC Eintracht und MSV Neuruppin als Nachwuchs-Kicker zu Werder kam, ist ein Schnäppchen, seine Namensvetter in Küche und Bad eher nicht. Aber der Marktwert des Keepers könnte in den nächsten Wochen rapide steigen, denn wieder mal darf er auf die große Fußball-Bühne, weil Tim Wiese fehlt. Der Nationaltorwart wurde mittlerweile für seine mit Rot geahndete Notbremse in Nürnberg für drei Spiele gesperrt.
Mielitz besitzt zwar ausreichend Selbstvertrauen – „Ich glaube, ich habe das immer ganz gut gemacht“ –, aber große Ansprüche stellt er nicht: „Natürlich ist es schön zu spielen. Aber an den nächsten Sommer denke ich dabei nicht. Mein Vertrag läuft bis 2013, alles andere kann ich nicht beeinflussen.“
Das gilt auch für den nächsten Gegner, doch der ist wie geschaffen für Mielitz: Am Sonntag kommt die Hertha aus Berlin nach Bremen. „Ein Spiel gegen die Heimat – und das zum ersten Mal“, freut sich der Torwart auf das Spiel.
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