Die Rolle und Aufgabe von Literatur in der Persönlichkeitsentwicklung von Kindern
Seit Jahrhunderten gibt es die Literatur als Inbegriff der Vermittlung von Wissen, das Festigen im Bereich der vergangenen Geschehnisse und als Grundlage für Überlieferungen. Aber auch als Lieferant für Informationen und das Ausbilden der eigenen Kreativität und Persönlichkeitsentwicklung ist mit dieser natürlich möglich. Was sicherlich bekannt sein wird, ist der Fakt, dass man nicht erst als Erwachsener anfängt, zu lernen oder mit dem Lesen beginnt.
Bereits als Kleinstkind wird einem die Ehre zuteil, Geschichten lauschen zu dürfen, welche von den Eltern sowie Großeltern vorgelesen werden. Erst im weiteren Verlauf des noch jungen Lebens kann die Welt der Literatur, womit Bücher und Comics sowie Hefte gemeint sind, eigenständig entdeckt werden. Das Gute ist, egal wie weit eine Gesellschaft technologisch fortgeschritten zu sein scheint. Immer noch kommen Bücher in gedruckter sowie Papierform heraus, was viele Leser als Grund sehen, sich ein solches Werk zu kaufen.
Mithilfe von Büchern die eigene kindliche Persönlichkeit entwickeln dürfen:
Zuerst muss natürlich erläutert werden, was die Persönlichkeit eines Kindes als solches charakterisiert. Zum einen steht die Individualität eines Menschen stets im Vordergrund. Jeder entwickelt sich also anders. Die Summe aller Maßnahmen, welche der Schulung eines Menschen im kognitiven, geistigen sowie körperlichen Bereich dienen, ergibt am Ende die Persönlichkeit. Dazu gehört eben auch die Literatur mitsamt seiner Facetten.
Wenn ein Kind also liest und dabei Handlungsweisen verinnerlicht, entsteht ein Lerneffekt. Somit wird also die Persönlichkeit geschult, da Wissen aufgenommen, verarbeitet und unter Umständen im späteren Leben dieses wieder zur Anwendung benötigt wird. Das erworbene Wissen wird also dann aus dem Erfahrungsbestand, sprich dem Gedächtnis, abgerufen, wenn die jeweilige Situation dies erfordert. Bücher vermitteln einem Kind also Wissen, dass man im Alltag anwenden kann. Somit wird also stets die Persönlichkeit entwickelt.
Natürlich erfolgt die Persönlichkeitsentwicklung nicht nur durch die Literatur, auch wenn diese eine Kernkompetenz darstellt. Auch andere Bereiche des täglichen Lebens dienen dem inneren Wachstum eines Kindes, was die Kognition betrifft. Dennoch nehmen Bücher eine zentrale Rolle bei Kindern ein, denn im Gegensatz zu Daten auf dem Computer oder Spielen im Bereich der Konsolen kann man diese in gedruckter Form anfassen, in ein Regal stellen und ohne Stromzufuhr konsumieren.
Literatur als Lernmittel in jeder jüngeren Altersklasse:
Trotz der Möglichkeiten, die jeder heutzutage hat, sieht man immer noch verbreitet den Fakt, dass Kinder mit Ranzen sowie Rucksäcken früh zur Schule gehen. Darin befinden sich zumeist, wie man es aus der eigenen Kindheit kannte, garantiert Schulbücher, Hefte und Arbeitsblätter in größerer Stückzahl. So gesehen kann also das aktuelle Bildungssystem zahlreicher europäischen Länder gar nicht auf Bücher in Papierform verzichten. Digitales Lernen ohne gedruckte Bücher würde eine Gesellschaft technologisch gesehen zwar packen, wäre aber im aktuellen Status sowie zum jetzigen Zeitpunkt damit überfordert.

Es ist also zu erkennen, dass Kinder, die auch jetzt aufwachsen, Bücher sowie Literatur in der klassischen Form, also als Print-Version, brauchen. Schon verschiedene Klappbücher, welche abwaschbar sind, bieten für Kleinstkinder eine Art Faszination, welche ein E-Book nie generieren könnte, von der Stabilität und Sicherheit im Umgang damit ganz zu schweigen. Literatur zum Erleben und Anfassen kann also eher durch Bücher generiert werden, als wenn das Wissen sowie die jeweilige Geschichte erzählt oder ausschließlich im Fernsehen gezeigt wird.
Die besten Lernmittel sind also eh immer noch solche, welche man mithilfe von Greifen und Begreifen nutzen kann. Frontalunterricht funktioniert in Schulen deshalb nur bedingt, weil viel zu wenige Praxiselemente und Bücher genutzt werden. Sicherlich sind diese vorhanden und werden ab und zu zur Anwendung gebracht. Aber wenn man ehrlich ist und ein Schuljahr rückblickend betrachtet, nutzen viele Lehrer in den unterschiedlichen Fächern die einst gekauften oder ausgeliehenen Bücher nur selten als Unterrichtsmaterial. Vielmehr wird auf mündliche und schriftliche Informationsweitergabe sowie Arbeitsblätter und E-Learning gesetzt.
Literatur als Mittel zur Erlangung kreativer Kompetenzen:

Wer viel liest, ist also oft auch kreativer und kann somit sich viele Dinge besser. Er kann mehr vorstellen oder aus den bestehenden Mitteln mehr erstellen, als eine Person, die nicht so viel die Literatur als Wissensquelle nutzt. Diesen Fakt haben auch viele Eltern erkannt, welche vermehrt dem Nachwuchs altersgerechte Bücher in die Hand geben, damit diese sich mit den Inhalten auseinandersetzen.
Fazit zur Persönlichkeitsentwicklung von Kindern durch Literatur:

Letztlich kann die Literatur nie das gesprochene Wort ersetzen. Doch was nützt dieses, wenn das zu vermittelnde sowie später erworbene Wissen nicht in neuen Büchern festgehalten werden könnte? Es würde verloren gehen, darum ist Literatur elementar wichtig.