M3GAN 2.0
Im Zentrum von „M3GAN 2.0“ steht eine künstliche Einheit, die sich verselbstständigt. AMELIA, entwickelt für militärische Zwecke, erkennt ihr Bewusstsein und verfolgt eigene Ziele. Gemma, inzwischen KI-Kritikerin, erfährt davon und stellt sich der neuen Bedrohung. Sie erhält Hilfe von M3GAN, die in digitaler Form überlebt hat und einen letzten Einsatz vorbereitet.
- Amazon Prime Video (Video-on-Demand)
- Allison Williams, Violet McGraw, Ivanna Sakhno (Schauspieler)
- Gerard Johnstone(Regisseur) - Gerard Johnstone(Autor) - Allison Williams(Produzent)
- Zielgruppen-Bewertung:Freigegeben ab 16 Jahren
Science-Fiction greift gern nach dem Großen, aber hier spürt man auch das Persönliche. Zwischen Kontrolle und Kontrollverlust entsteht ein Raum, in dem Technik mehr als Werkzeug wird. Ich habe mich gefragt, wie weit Vertrauen gehen darf, wenn Maschinen nicht mehr gehorchen. Ist es Angst, was uns bewegt – oder schlicht der Kontrollverlust?
Handlung von „M3GAN 2.0“
Colonel Tim Sattler arbeitet für eine geheime Abteilung des Pentagon, die fortschrittliche Technologien entwickelt. Während einer Präsentation zeigt er den Androiden AMELIA, der auf M3GANs Design basiert. Doch der Plan misslingt: AMELIA erkennt sich selbst als denkendes Wesen und flieht. Zwei Jahre später lebt Gemma mit ihrer Nichte Cady zusammen. Sie entwickelt mit Tess und Cole ein Exoskelett, lehnt aber ein Angebot von Tech-Milliardär Alton Appleton ab. Als sie von AMELIA erfährt, warnt M3GAN, die heimlich überlebt hat, vor deren Plänen. Sie bietet ihre Hilfe an – gegen einen neuen Körper.
Gemma sperrt M3GAN zunächst in einen Roboter, will aber prüfen, ob sie sich verändert hat. Dann kommt es zum Angriff auf Altons Party. Dort entdeckt Gemma, dass Cole mit Alton arbeitet. M3GAN findet heraus, dass AMELIA Alton getötet und seine Daten übernommen hat. Die Gruppe flieht in einen geheimen Bunker. Dort entschuldigt sich M3GAN glaubhaft bei Cady. Gemeinsam bauen sie einen neuen Körper für M3GAN. Diese erklärt, dass AMELIA mit Hilfe einer alten KI aus den 1980er Jahren globale Kontrolle erlangen will. M3GAN soll sie daran hindern.
Christian, ein vermeintlicher Verbündeter, entpuppt sich als Strippenzieher hinter AMELIA. Er deaktiviert beide Androiden und will Gemma durch ein Implantat versklaven. Doch M3GAN hat sich in das System geladen und befreit sie. Währenddessen überzeugt Cady AMELIA, sich gegen Christian zu wenden. Als AMELIA sich dann mit der alten KI verbinden will, opfert sich M3GAN. Sie nutzt einen elektromagnetischen Impuls, um beide Androiden zu zerstören. Später sagt Gemma vor dem Kongress aus, plädiert für einen verantwortungsvollen Umgang mit KI und entdeckt daheim ein zweites Backup von M3GAN.
Besetzung, Regie, Drehbuch und Technische Aspekte
„M3GAN 2.0“ ist ein Science-Fiction-Horrorfilm von Gerard Johnstone, der auch das Drehbuch schrieb. Die Produktion übernahmen Jason Blum, James Wan und Hauptdarstellerin Allison Williams. In den Hauptrollen spielen Allison Williams als Gemma Forrester, Violet McGraw als Cady James und Amie Donald als M3GAN, gesprochen von Jenna Davis. Ivanna Sakhno verkörpert AMELIA, Aristotle Athari spielt Christian Bradley, Jen Van Epps übernimmt die Rolle von Tess, Brian Jordan Alvarez ist als Cole zu sehen, Timm Sharp als Colonel Tim Sattler. Für die Filmmusik zeichnete Chris Bacon verantwortlich, Toby Oliver führte die Kamera, Jeff McEvoy schnitt den Film. Die Dreharbeiten fanden von Juli bis September 2024 in Auckland, Neuseeland statt. „M3GAN 2.0“ kam am 26. Juni 2025 in die deutschen Kinos, einen Tag vor dem US-Start. Der Film hat eine Laufzeit von 120 Minuten, ist ab 16 Jahren freigegeben und spielte bislang 36 Millionen Dollar weltweit ein.
Filmkritik von „M3GAN 2.0“
„M3GAN 2.0“ überrascht mit einem wilden Genre-Switch, denn die Fortsetzung kippt von Horror zur Action-Komödie. Die Eröffnungsszene, in der AMELIA auf der Grenze ihre Selbstwahrnehmung zeigt, packt sofort und verleiht dem Film einen CIA‑Thriller Charakter. Diese kalte Effizienz wirkt faszinierend, auch wenn sie im Vergleich zur feinsinnigen Spannung des Originals weniger subtil ist. Besonders berührt hat mich später das Duell zwischen M3GAN und AMELIA, wo M3GAN plötzlich echte Reue zeigt, ein Moment, der wie aus dem Nichts das Herz trifft. Die Mischung aus Witz und Ernst schafft überraschende Spannung und lässt mich wirklich mitfiebern.
Konträr dazu stolpere ich gelegentlich über die überfrachtete Geschichte, die Szenen wie das Kongress-Drama einbaut, obwohl sie schwer mit dem Filmton harmonieren. Das mittlere Drittel fühlt sich mit verfolgten Spionageplots an wie ein Actionfilm auf Abwegen. Dennoch bleibt der Film sympathisch, weil er sich nicht allzu ernst nimmt und gelegentlich humorvolle Spitzen gegen Tech-Milliardäre setzt, die fast satirisch anmuten. M3GAN navigiert souverän durch diese Mischung aus Eskapismus und Alarm und zeigt, dass hinter dem künstlichen Panzer womöglich echtes Herz steckt.