Warum Second-Screen-Nutzung beim Streamen und Gaming zunimmt
Abends läuft eine Serie, nebenbei vibriert das Smartphone. Ein Blick auf Nachrichten, ein kurzer Scroll durch soziale Feeds, dann zurück zum Bildschirm. Was lange als Ablenkung galt, ist 2026 für viele Menschen zur festen Sehgewohnheit geworden. Second-Screen-Nutzung ist kein Randphänomen mehr, sondern prägt, wie gestreamt und gespielt wird.
Dabei geht es nicht nur um Zerstreuung. Die parallele Nutzung mehrerer Geräte erfüllt unterschiedliche Bedürfnisse: Information, Austausch, Unterhaltung. Genau diese Mischung erklärt, warum sich Aufmerksamkeit heute fragmentiert anfühlt – und warum viele Inhalte trotzdem funktionieren.
Ein zweiter Bildschirm öffnet außerdem Türen zu ergänzenden Angeboten. Während ein Stream läuft oder ein Spiel pausiert, wird parallel recherchiert, kommentiert oder ausprobiert. In diesem Kontext stoßen Nutzerinnen und Nutzer auch auf Hinweise zu speziellen Unterhaltungsformen, etwa wenn sie sich über Angebote informieren, die nur auf dem Zweitgerät erkundet werden, wie nur bei Online Casinos ohne LUGAS. Solche Abstecher sind Teil einer Kultur, in der Medien nicht mehr nacheinander, sondern gleichzeitig genutzt werden.
Multitasking als neue Sehgewohnheit
Streaming hat lineares Fernsehen längst aus der Komfortzone gedrängt. Inhalte sind jederzeit verfügbar, Pausen lassen sich setzen, Aufmerksamkeit kann wandern. Dass dabei ein zweites Gerät griffbereit liegt, ist fast logisch. Multitasking fühlt sich effizient an, selbst wenn der Fokus wechselt.
Wie stark sich diese Nutzung verschoben hat, zeigen aktuelle Zahlen. Laut der Nielsen-Messung entfielen im Mai 2025 erstmals 44,8 % der gesamten Fernsehnutzung auf Streaming und damit mehr als auf Rundfunk und Kabel zusammen. Diese Dominanz schafft den Raum, in dem Second Screens selbstverständlich werden.
Streaming-Dienste reagieren darauf. Viele Formate sind so gestaltet, dass sie auch bei geteiltem Fokus verständlich bleiben. Klare Dialoge, Untertitel und kurze Handlungsbögen sorgen dafür, dass niemand den Faden verliert, selbst wenn der Blick kurz abwandert.
Rolle von Smartphones und Tablets
Ohne mobile Geräte gäbe es diesen Trend nicht. Smartphones und Tablets sind leicht, persönlich und immer online. Sie ergänzen den großen Bildschirm, statt mit ihm zu konkurrieren. Während auf dem Fernseher die Hauptunterhaltung läuft, übernimmt das Zweitgerät Nebenaufgaben.
Das kann ganz banal sein: eine Szene nachschlagen, eine Nachricht beantworten oder einen Tipp im Spiel prüfen. Gerade beim Gaming wird der Second Screen oft zum Informationswerkzeug. Karten, Tutorials oder Community-Foren sind nur einen Fingertipp entfernt und erweitern das Spielerlebnis.
Gleichzeitig senken personalisierte Apps die Einstiegshürde. Algorithmen liefern genau die Inhalte, die zum Moment passen. Das verstärkt die Gewohnheit, während des Konsums nicht bei einer Quelle zu bleiben.
Soziale Medien als Begleitmedium
Besonders deutlich zeigt sich Second-Screen-Nutzung im sozialen Kontext. Serien werden kommentiert, Streams live begleitet, Spiele diskutiert. Der Austausch läuft parallel und macht Unterhaltung zu einem gemeinsamen Erlebnis, selbst wenn man allein auf dem Sofa sitzt.
Wie verbreitet dieses Verhalten ist, belegt ein Bericht von Euronews: Rund 85 bis 90 % der unter 40-Jährigen nutzen beim Fernsehen ein weiteres Gerät. Für diese Generation ist der Second Screen kein Extra, sondern Standard.
Plattformen haben das erkannt. Hashtags, Live-Chats und integrierte Reaktionsfunktionen sind bewusst so platziert, dass sie auf dem Zweitbildschirm genutzt werden. Aufmerksamkeit wird geteilt, aber auch verlängert.
Unterhaltung zwischen Fokus und Ablenkung
Für Nutzerinnen und Nutzer bedeutet das vor allem Wahlfreiheit. Sie entscheiden situativ, wann volle Konzentration gefragt ist und wann ein zweiter Impuls willkommen ist. Medien werden flexibler konsumiert, angepasst an Alltag und Stimmung.
Der größere Zusammenhang wird dabei klar: Unterhaltung ist 2026 kein linearer Prozess mehr. Sie ist ein Geflecht aus Bildschirmen, Kontexten und kurzen Unterbrechungen. Second Screens sind kein Störfaktor, sondern ein Spiegel moderner Mediennutzung.