Zum Abschluss der Tage des Interkulturellen Dialogs 2013
Kaum eine andere Stadt in Deutschland steht so für Wandel und interkulturelles Zusammenleben wie Berlin. Daher wurden auch zum elften Mal in Folge die Tage des Interkulturellen Dialogs durchgeführt, die in diesem Jahr wieder genau einen Monat von Mitte Oktober bis November angedauert haben. Dahinter steht eine Trägerschaft, die sich aus verschiedenen Organisationen zusammensetzt, die sich für diesen Dialog einsetzen. Das grundlegende Ziel besteht darin, Berlin als Einwanderungsstadt gemeinsam zu gestalten.
Respekt und Anerkennung zwischen Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen müssen elementare Werte in einer solchen Stadt darstellen. Diese können von Einzelpersonen und Gruppen gefördert werden, die sich aktiv für gesellschaftliche Veränderungen einsetzen. Auch in diesem Jahr gab es wieder die bekannten Dialogtische, die zum Austausch genutzt werden konnten. Mehr über die Tage des Interkulturellen Dialogs 2013 gibt es in diesem Artikel zu erfahren.
Die Ziele der Tage des Interkulturellen Dialogs
Berlin ist eine interkulturelle Stadt, was deutlich mit ihrer Geschichte zusammenhängt, aber natürlich auch in den letzten zwanzig Jahren immer deutlicher wurde. In vielen Teilen leben Menschen unterschiedlicher Hintergründe friedlich mit- und nebeneinander. Doch es gibt natürlich auch immer wieder Konfliktpotenzial, dessen Ursachen sozial, kulturell oder religiös sind. Diese Konflikte stören das Miteinander und müssen auf zivilisierte Art und Weise geklärt werden. Genau da greifen die Tage des Interkulturellen Dialogs, die vom 15. Oktober bis zum 15. November 2013 in Berlin stattgefunden haben. Zum elften Mal fanden diese Tage mit ihren Dialogtischen statt.
Dahinter stehen verschiedene Organisationen, die sich für einen fairen Austausch zwischen Menschen mit unterschiedlichen kulturellen, sozialen und religiösen Hintergründen einsetzen. Koordiniert wurden die Tage vom Verein Anti-Rassistisch Interkulturelles Informationszentrum Berlin. Die Dialogtische fanden an unterschiedlichen Standorten statt. Da es begrenzte Fördermittel gab, mussten die Kosten dafür selbst getragen werden. Die Dialoge sind nicht einfach nur Gespräche zwischen Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen, sondern verlaufen nach konkreten Modellen. Sie beruhen auf der Dialogmethode von David Bohm. Veranstaltungen dieser Art gab es in ganz Berlin. Dafür wurden ganz verschiedene Themen als Gesprächsgrundlage genutzt.
Die Dialogtische

Die Gespräche beruhen auf der Dialogmethode des Physikers David Bohm. Diese bestehen darin, dass es nicht darum geht, den anderen zu überzeugen oder einfach Mehrheiten für die eigene Meinung zu finden, sondern Bewertungen und Annahmen “auszusetzen”. Wenn diese wegfallen, kann ein gemeinsamer Bedeutungsraum geschaffen werden. Daher sind die Dialogtische als Erfahrungsorte für einen gleichberechtigten Austausch zu verstehen. Bohm ging davon aus, dass die eigentlichen Gedanken oft zerstückelt sind und der Dialog ein Weg sein kann, das Denken offenzulegen. Die Grundlagen dafür sind eine lernende Haltung, radikaler Respekt, Authentizität und das Aussetzen von Urteilen.
Das Programm 2013 in Berlin

Darum ist interkultureller Dialog so wichtig

Die damit verbundenen Ziele sind die Prävention von Radikalisierung, Innovationskraft und soziale Kohäsion, also das Verhindern der Bildung von Parallelgesellschaften. Dabei bringen die Dialoge auch ihre Herausforderungen mit sich. Dazu gehören Machtasymmetrien. Das bedeutet, dass jeder Teilnehmer mit unterschiedlichen sprachlichen Fähigkeiten daherkommt. Auch gibt es unterschiedliche soziale Stufen. Umso wichtiger ist eine gute Moderation. Auch ist das Klären von Begriffen enorm wichtig. “Respekt” kennen die meisten Kulturen, doch die Definition kann sehr unterschiedlich ausfallen.
Fazit über die Tage des Interkulturellen Dialogs 2013
