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30.000 Besucher: Lange Nacht der Wissenschaften in Berlin ein Erfolg

Auch in Zeiten von Fake-News sind Wissenschaften gefragt und bilden die wichtige Grundlage für eine Zukunft, die auf Wissen, Wahrheit und beste Lösungen setzen möchte. In Berlin fand jetzt die Lange Nacht der Wissenschaften 2026 statt und hat gezeigt, dass die Beliebtheit der vielen Disziplinen ungebrochen ist. Die „Mutter aller langen Nächte“ kann auf einen sehr erfolgreichen Tag zurückschauen, bei dem rund 30.000 Gäste an den verschiedenen Orten die Labore Berlins gestürmt haben.

Am 6. Juni wandelten sich die rund 60 Einrichtungen, die teilgenommen haben, zu Orten mit offenen Türen, sodass jeder mal einen Blick hinter die Kulissen werfen konnte. Mehr als 1.000 Programmpunkte sorgten dafür, dass so schnell keine Langeweile auftreten konnte. Mittlerweile hat das Event über 25 Jahre auf dem Buckel und es sieht ganz danach aus, als wenn so bald kein Ende in Sicht ist. Den Rückblick auf die LNdW 2026 gibt es in diesem Artikel.

Tausende Besucher bei der LNdW 2026

Zuvor gab es bereits den „Science Sommer“ in Düsseldorf, doch die „Lange Nacht der Wissenschaften“ hat in dieser Form ihren Ursprung in Berlin und Potsdam. 2001 erstmals als ein stadtweites Festival der Forschung durchgeführt, hat sich die Veranstaltungsreihe über 25 Jahre gehalten und kann jetzt auf einen ganz besonderen Erfolg zurückschauen. Am 6. Juni 2026 war es wieder so weit. Zwischen 17 und 24 Uhr öffneten in der ganzen Stadt über 60 Einrichtungen ihre Tore, sodass Menschen bei mehr als 1.000 Programmpunkten interessante Einblicke in die Welt der Wissenschaft und Forschung gewinnen konnten. Ungefähr 30.000 Gäste haben sich diese Gelegenheit nicht entgehen lassen und waren mit dabei.

Grundlegend ging es einmal mehr nicht nur darum, Einblicke zu gewinnen, sondern auch selbst mitzumachen, zu tüfteln und zu staunen. Die Bandbreite des Programms ließ sich sehen und bot spektakuläre Experimente für Kinder und Schüler, aber auch tiefergehende wissenschaftliche Vorträge und Diskussionsrunden für Fachinteressierte. Es gab einen direkten Austausch zwischen den Forschenden und dem Publikum, wobei auch hochkomplexe Themen verständlich erklärt wurden. Größtenteils wird die Lange Nacht der Wissenschaften von den teilnehmenden Instituten und Hochschulen organisiert und finanziert. Daneben waren auch Partner wie die Technologiestiftung Berlin und „Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie“ mit an Bord.

Programm in der ganzen Stadt

Auf fünf Stadtgebiete verteilt gab es ein reichhaltiges Programmangebot, das eine Person alleine gar nicht komplett hätte wahrnehmen können. Im Vorfeld konnte man sich aber bereits über das Angebot informieren und sich so einen Plan überlegen, welche Veranstaltungen man aufsuchen möchte. Tickets gab es regulär für 7,50 Euro und ermäßigt für 5 Euro. Auch gab es Familientickets für 20 Euro. Die waren besonders praktisch, da es Angebote für Jung und Alt gab. Anlässlich der Langen Nacht der Wissenschaften gab es eigens eingerichtete Sonderbusse, die kostenfrei genutzt werden konnten. So war es eben doch möglich, viele Veranstaltungen an diesem Abend zu besuchen.

Programm der Lange Nacht der Wissenschaften

Es gab jede Menge zu erleben. Beispielsweise „Auf zu einer Reise durch das Zuse-Institut Berlin“ oder auch „Ab ins Labor und entdecke die Welt der Laborgeräte!“. Schon die Titel der Events haben bei den meisten Neugier ausgelöst. Weitere Programmpunkte waren:

  • „Das Geheimnis der wandernden Farben“
  • „Entdecke die Welt der Radioaktivität: Ein spannendes Abenteuer für kleine Wissenschaftler:innen“
  • „Geheime Botschaften“
  • „Abwasseranalyse“
  • „Adlershof in 60 Minuten“
  • „Affect Parcours: Streitsache Emotionen“
  • „Aktanten in der Uni: Wie Dinge Geschichte und Glauben prägen“
  • „Aktion Wetterpate – Namensgebung für Hochs und Tiefs“
  • „Aktuelle Gedanken zu ‚Zeitgemäßes über Krieg und Tod‘ (Freud 1915)“
  • „Babel reloaded: Konstruierte Sprachen und artspezifische Kommunikation“

Fazit zur Langen Nacht der Wissenschaften

Fazit zur Langen Nacht der Wissenschaften Das Programm zur Langen Nacht der Wissenschaften 2026 in Berlin konnte vollends überzeugen und das hat sich auch anhand der Besucherzahl gezeigt. Rund 30.000 Neu- und Wissbegierige waren in Berlin dabei und haben die vielen verschiedenen Einrichtungen aufgesucht. Zu sehen gab es Experimente und Mitmachaktionen, erstaunliche Fakten und Aufbauten und natürlich auch Einblicke hinter die Kulissen, die man sonst so nicht sehen kann.

Alles in allem zeigt sich damit, dass die Veranstaltungsreihe, die dieses Mal am 6. Juni stattfand, ein voller Erfolg war und somit auch in Zukunft weiter durchgeführt wird. In Zeiten von Fake-News und Künstlicher Intelligenz ist das eine positive Nachricht, die Hoffnung auf die Zukunft macht.

Thomas Wernicke

Ich bin Redakteur für Technik, PC & Internet, Events, Kultur und Zeitgeschehen und beobachte, wie digitale Entwicklungen unser Leben beeinflussen – oft leise, manchmal tiefgreifend. Technik fasziniert mich nicht nur als Werkzeug, sondern als Kraft, die unseren Alltag und unser Denken verändert. In meinen Artikeln verbinde ich technische Themen mit gesellschaftlichen Entwicklungen, die oft komplexer sind, als sie scheinen. Aufgewachsen in Berlin, schätze ich klare Worte, trockenen Humor und ehrliche Perspektiven. Nach meinem Studium des Journalismus in Leipzig habe ich in vielen Redaktionen gearbeitet, von der Tageszeitung bis zum digitalen Newsroom. Technik begleitet mich seit meiner Kindheit und bleibt bis heute ein Motor meiner Neugier. Bei Die Mark Online schreibe ich über das, was sich verändert, oft leise, aber mit Wirkung. Mein Ziel ist es, Entwicklungen verständlich zu erklären, ohne sie zu vereinfachen.

"Wat nützt der schönste Fortschritt, wenn keener mitkommt?" Thomas Wernicke

Thomas Wernicke