Ernährung bei Gastritis: Essen mit einer Magenschleimhautentzündung
Von einer Gastritis wird gesprochen, wenn die Magenschleimhaut entzündet ist. Dadurch können verschiedene Symptome wie Völlegefühl, Magenschmerzen und auch Übelkeit auftreten. Wichtig für die Heilung ist, dass die Ernährung angepasst wird, die unmittelbar dafür sorgen kann, dass die Regeneration länger dauern wird. In solchen Fällen ist Schonkost angesagt, die einerseits den Magen nicht weiter belastet und andererseits die Heilung unterstützen kann.
Ziel ist es, die Magensäureproduktion zu regulieren. Große Portionen sollten in dieser Zeit vermieden werden, zudem ist viel trinken angesagt. Neben der Ernährung können weitere Maßnahmen genutzt werden, um den Magen bei der Heilung zu unterstützen. Vor allem sollte Stress vermieden werden, der oft ein Auslöser für eine Gastritis sein kann. Worauf es insgesamt zu achten gilt, gibt es in diesem Artikel zu erfahren.
Ursachen einer Magenschleimhautentzündung
Im Magen wird Magensaft produziert, durch den die Nahrung zersetzt werden kann. Das geht aber nur deshalb, weil Magensäure vorhanden ist. Vor dieser schützt sich der Magen normalerweise durch eine Schleimhaut. Eine Übersäuerung kann die Magenschleimhaut angreifen und es können Entzündungen entstehen. Entsprechend folgen Symptome wie Schmerzen im Magen, ein Völlegefühl, Aufstoßen oder Appetitverlust. Ist eine Entzündung erst einmal entstanden, kann sie nur schwer abheilen, wenn weiterhin übermäßig Magensäure produziert wird.

Daher ist es für den Heilungsprozess so wichtig, dass eine Weile auf Schonkost umgestiegen wird. Diese schont nicht nur den Magen, sondern kann auch dabei helfen, dass die Entzündung schneller abheilt. Grundsätzlich gilt, dass man in dieser Zeit lieber 5 bis 6 kleine Mahlzeiten statt drei großer Portionen essen sollte. Man sollte langsam und gründlich kauen. Dazu sollten mindestens 1,5 bis 2 Liter pro Tag getrunken werden, wobei stilles Wasser bei Zimmertemperatur zu bevorzugen ist. Zudem können Kräutertees wie Kamille oder Fenchel getrunken werden.
Empfohlene Lebensmittel bei einer Gastritis
Die Frage ist jetzt, welche Lebensmittel gegessen werden können, wenn eine Magenschleimhautentzündung vorliegt. Bei Getreide und Beilagen sollte man auf fein geschrotetes Vollkornbrot setzen, gerne etwas älter, außerdem eignen sich Dinkel-Zwieback, zarte Haferflocken, Vollkornnudeln, Kartoffeln und Naturreis. Äpfel sind möglich, jedoch sollte man auf säurearme Sorten wie Jonagold oder Gala zurückgreifen. Ebenso möglich sind Pfirsiche, Erdbeeren oder Melonen.
Gemüse ist grundsätzlich immer eine gute Idee, sofern es schonend zubereitet wird. Möhren, Zucchini, Kürbis, Brokkoli, Blumenkohl, grüner Salat und Fenchel sind ebenfalls Optionen. Als Eiweißquellen kann man auf fettarmen Naturjoghurt und Schnittkäse setzen, außerdem Magerquark, Hühner- und Putenfleisch sowie Fische mit wenig Fett wie Kabeljau und Scholle. Fette können tatsächlich bis zu einem gewissen Grad bei Entzündungen helfen. Dabei sollte man aber auf hochwertige Öle wie Oliven-, Lein- oder Walnussöl setzen.
Diese Lebensmitteln sollten Sie meiden
Es geht während einer Gastritis vor allem auch darum, bestimmte Lebensmittel zu meiden. Dazu gehören definitiv Kaffee, Alkohol, Softdrinks, säurereiche Fruchtsäfte und Wasser mit Kohlensäure. Generell sollte man sparsam mit Salz und Zucker umgehen, was auch für Weizenprodukte wie Weißbrot und Toast gilt.

Fettiges, geräuchertes und salziges Fleisch und Wurst gehören in dieser Zeit auch nicht auf den Speiseplan. Scharfe Gewürze wie Pfeffer, Curry, Chili oder Meerrettich sind zu meiden. Bei Gemüse sollte vorerst bei Hülsenfrüchten, Kohl, Knoblauch und Zwiebeln eine Pause eingelegt werden. Heiße und eiskalte Speisen sind ebenfalls nicht gut, was auch für Nikotin gilt, das die Magensäure anregt.
Praktische Helfer bei einer Gastritis
Grundlegend geht es darum, den Magen zu schonen, damit dieser Zeit für die Regeneration hat. Darüber hinaus gibt es aber einige Strategien, mit denen man den Heilungsprozess unterstützen kann. Ingwer, Zimt, Kurkuma und Kardamom können chronische Entzündungen hemmen. Bitterstoffe, wie sie in Wermuttee enthalten sind, können nicht nur gegen Heißhunger helfen, sondern auch den Magen beruhigen. Mit Haferbrei kann die Schleimhaut unterstützt werden. Außerdem gilt, dass unbedingt Stress vermieden werden soll. Also kürzer treten oder bewusst Pausen einlegen, können bei der Ausheilung helfen. Eine Wärmflasche auf dem Bauch kann für zusätzliche Entspannung sorgen.
Fazit zur Ernährung bei Gastritis
