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Ausblick auf das 32. Jüdische Filmfestival Berlin-Brandenburg 2026

Filmfans sollten sich die Tage schon im Kalender anstreichen, denn im Mai findet einmal mehr das Jüdische Filmfestival Berlin Brandenburg statt. Vom 5. bis zum 10. Mai werden jüdische Perspektiven im Kino gezeigt. 60 Filme aus 22 Ländern versprechen eine breite Auswahl über verschiedene Genregrenzen hinweg. Das Festival ist nicht nur der Spielort der Filme, sondern auch eine Begegnungsstätte zum Austausch der Besucher. Ein Festival dieser Art ist in der heutigen Zeit wichtiger denn je und der Dialog bleibt immer noch das erste Mittel der Wahl, wenn es um Verständigung geht. Die neue politische Realität muss sich mit vielen Faktoren auseinandersetzen, die komplex ineinander greifen. Der Blick auf die aktuellen Filme kann dabei helfen, Inneres verständlich zu machen und Räume für den Dialog zu schaffen. Einen Ausblick auf das kommende 32. Jüdische Filmfestival gibt es in diesem Artikel.

Das 32. Jüdische Filmfestival Berlin-Brandenburg

Bereits seit 1995 läuft das Festival, das von Nicola Galliner ins Leben gerufen wurde. Es gehört damit zu den ältesten Filmfestivals für jüdische Kultur in Europa. Es entstand im Zusammenhang der Kulturarbeit der Jüdischen Gemeinde Berlin. In diesem Jahr steht bereits die 32. Ausgabe an, die vom 5. bis zum 10. Mai laufen wird. Die Filme werden in unterschiedlichen Kinos gezeigt. Unter anderem dem Filmkunst 66, im Thalia Potsdam, im Kino Krokodil und im Potsdamer Filmmuseum. Das Festival erlaubt den Blick auf die lebendige jüdische Kulturszene. Im Kern stehen dabei zwei Wettbewerbe, bei denen Spiel- und Dokumentarfilme ausgezeichnet werden.

Seit dem 7. Oktober 2023 hat sich die politische Realität verändert, womit die Blicke für die komplexen Themen geschärft werden müssen. Die Erinnerung an die Shoa ist dabei ebenso wichtig wie das klare Zeichen gegen Antisemitismus. Diese Marker werden auch bei der Preisvergabe eine Rolle spielen. Der Gershon-Klein-Spielfilmpreis geht im Wettbewerb Spielfilm an den besten Regisseur oder Regisseurin und ist mit 3.000 Euro dotiert. Auch der Dokumentarfilmpreis ist mit 3.000 Euro dotiert. Außerdem gibt es den Preis zur Förderung des filmischen Nachwuchses, der sich über 2.000 Euro freuen darf. Im letzten Jahr gewannen Yaron Zilberman für Watermarks und Brandon Kramer für Holding Liat die beiden Hauptpreise.

Jury und Partner des Festivals

Auch in diesem Jahr ist wieder eine Jury dafür verantwortlich, die Preise zu vergeben. Mit dabei ist die Produzentin Mariette Rissenbeek, die von 2019 an für fünf Jahre die Geschäftsführung der Berlinale innehatte. Ebenfalls in der Jury vertreten ist Regisseurin Mahnaz Mohammadi, Kameramann David Stragmeister, Psychologin Marina Chernivsky, Editor und Filmemacher Eytan Ipeker sowie Regisseurin Ranu Abu Fraiha-Asyag. Dabei ein Festival reibungslos ablaufen kann, braucht es Partner und Sponsoren. Mit an Bord sind unter anderem das Medienboard BerlinBrandenburg, der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, die Landeshauptstadt Potsdam, die Bundeszentrale für politische Bildung, der Zentralrat der Juden in Deutschland, die Nordische Botschaft, das Polnische Institut Berlin, Autohaus Schulze und iSQI.

Das Programm für 2026 beim Filmfestival

Das Programm für 2026 beim Filmfestival Los geht es direkt am 5. Mai im Berliner Filmkunst 66. Gezeigt wird der Film “The Year my Parents went on Vacation” von Regisseur Cao Hamburger. Der Film von 2006 bildet den idealen Einstieg in das Festival. Tickets können online erworben werden, was für alle gezeigten Filme gilt. Auf der offiziellen Webseite des Festivals lassen sich alle Spielzeiten finden. Gezeigt werden außerdem “Know Hope”, “Nelly & Nadine”, “The Soundman”, “Shooting”, “Book of Ruth”, “Reward for the Rain”, “The last Spy”, “Some Notes on the current Situation”, “Out of Order”, “The Safe House”, “Negative Capability”, “Son of Saul”, “A Jewish Problem”, “The Stamp Thief”, “Holofiction”, “Sun Bay” und „Mariana’s Room”. Diese und weitere Filme zeigen, wie groß die Bandbreite der gezeigten Filme sein wird.

Fazit über das 32. Jüdische Filmfestival

Fazit über das 32. Jüdische Filmfestival Die Bedeutung des Festivals ist in den letzten Jahren wieder wichtiger geworden, was natürlich politischen Entwicklungen zu verdanken ist, die nicht als begrüßenswert benannt werden können. Doch letztendlich ist wichtig, dass das Jüdische Filmfestival Berlin-Brandenburg einmal mehr stattfindet und dabei den Blick auf die jüdische Kultur wirft. Es werden viele aktuelle Filme gezeigt, die aber ganz unterschiedliche Genres und Themen behandeln. Das Festival wird vom 5. bis zum 10. Mai 2026 laufen und ist bereits die 32. Ausgabe. Filme werden in Kinos in Berlin und Potsdam gezeigt. Zudem werden Preise verliehen, über die zwei Jurys entscheiden. Tickets für die jeweiligen Vorstellungen können online gekauft werden.

Miriam Falkner

Ich bin Redakteurin für Lifestyle, Haushalt, Familie und Alltagsthemen und mag das Unaufgeregte. Mich interessieren die Dinge, die bleiben, wenn man das Laute weglässt: wie wir wohnen, was wir essen, was uns bewegt. Kultur bedeutet für mich nicht Distanz, sondern Alltag mit Haltung. Nach meinem Studium der Medien- und Kulturwissenschaften in Potsdam habe ich direkt in der Redaktion begonnen, zuerst im Printbereich, später im Digitalen. Ich schreibe über das Echte, das oft übersehen wird, aber viel über unsere Zeit erzählt. Bei Die Mark Online widme ich mich diesen Themen, die nicht laut sein müssen, um Bedeutung zu haben. Mein Stil ist ehrlich, klar und aufmerksam für Details. Ich glaube daran, dass Texte auch ohne Effekte wirken, wenn sie nah am Leben sind.

"Das Echte findet man oft im Kleinen, nicht im Spektakulären." Miriam Falkner

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