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Noch bis Juli: Göbekli Tepe Ausstellung in James-Simon-Galerie

Wer die menschliche Geschichte nachvollziehen möchte, kommt um ein paar Eckpunkte nicht herum. Und einer davon ist klar mit dem Namen Göbekli Tepe zu bezeichnen. Dabei handelt es sich um eine Erhebung in der heutigen Türkei, in der Anlagen aus der Jungsteinzeit zu finden sind. Heute gelten die dortigen Funde als die ältesten Großbauten, die von der Menschheit bekannt sind. Die ältesten Funde reichen ungefähr 12.000 Jahre zurück. Somit sind die Bauten auch wesentlich älter als die Pyramiden in Ägypten oder Stonehenge in England.

Wer mehr darüber erfahren möchte, kann noch bis zum 19. Juli 2026 die Ausstellung “Gebaute Gemeinschaft – Göbeklitepe, Taş Tepeler und das Leben vor 12.000 Jahren” in der Berliner James-Simon-Galerie besuchen. Die Ausstellung erlaubt einen faszinierenden Blick in die Vergangenheit, wobei die Idee der Gemeinschaft eine wichtige Rolle spielt. Alle Informationen dazu gibt es in diesem Artikel.

Informationen zur Göbekli Tepe Ausstellung

Bereits Bauwerke wie die Pyramiden oder Stonehenge sorgen für staunende Gesichter. Nicht grundlos, denn nicht nur die Bauten selbst sind atemberaubend, sondern auch ihr Alter. Die Stufenpyramide des Pharaos Djoser in Ägypten gilt als älteste Großpyramide der Welt. Sie wurde 2.700 v. Chr. gebaut, was also fast 5.000 Jahre zurückliegt. Doch die Bauten bei Göbekli Tepe können da noch eine ganze Schippe drauflegen. Die frühesten Funde werden auf ein Alter von 12.000 Jahren geschätzt. Interessant daran ist, dass um diese Zeit die Sesshaftigkeit des Menschen begonnen hat. Tatsächlich könnten die frühesten Bauten sogar aus einer Zeit stammen, in der die dortigen Menschen noch gar nicht sesshaft waren.

Die Ausstellung “Gebaute Gemeinschaft – Göbeklitepe, Taş Tepeler und das Leben vor 12.000 Jahren” beleuchtet dieses besonderen Ort sowie das Forschungsprojekt “Taş Tepeler”, das seit 2020 interessante Neuentdeckungen in den umliegenden Gebieten machen konnte. Seit 2018 gehört die Tempelanlage zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die Ausstellung zeigt Skulpturen, Alltagsgegenstände und Bildwerke. Viele der gezeigten archäologischen Funde stammen aus dem Museum Şanlıurfa und werden zum ersten Mal im Ausland gezeigt. Bereichert wird die Ausstellung durch fotografische Interpretationen der spanischen Fotokünstlerin Isabel Muñoz.

Die noch bis zum 19. Juli 2026 laufende Göbekli Tepe Ausstellung ist eine Kooperation des Vorderasiatischen Museums Berlin und der Universität Istanbul. Barbara Helwing und Necmi Karul haben die Leitung übernommen. Zudem sind auch das Archäologische Museum Şanlıurfa und das Deutsche Archäologische Institut beteiligt. Als Unterstützer sind die Deutsche Stiftung Klassenlotterie, das Kuratorium der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Turkish Airlines und die Freunde der Antike auf der Museumsinsel mit an Bord. Auch Arte, radio3, radioeins und National Geographic sind an dem Projekt beteiligt. Vom Kulturverlag Kadmos wird ein umfangreicher Begleitband in Deutsch, Türkisch und Englisch erscheinen.

Die James-Simon-Galerie in Berlin

Die James-Simon-Galerie in Berlin Die James-Simon-Galerie befindet sich auf der Museumsinsel in Berlin und hat von Dienstag bis Sonntag jeweils von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Die Ausstellung “Gebaute Gemeinschaft” kann für 14 Euro besucht werden. Ermäßigt ist das Ticket für 7 Euro zu haben. Für 24 Euro (12 Euro ermäßigt) kann man dagegen die gesamte Museumsinsel erkunden. Außerdem gibt es die Option der Jahreskarte und der Jahreskarte für die Staatlichen Museen. Die James-Simon-Galerie dient sowohl als Besucherzentrum als auch als Eingangsgebäude auf der Museumsinsel Berlin. 1999 wurde der Bau beschlossen. Heute bildet die Galerie einen wichtigen Teil der Museumsinsel, die seit 1999 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört.

Die Neolithisierung der Menschheit

Die Neolithisierung der Menschheit 10.000 v. Chr. markiert einen wichtigen Wendepunkt in der Geschichte der Menschheit. Früher sprach man von der neolithischen Revolution, heute meist von der Neolithisierung der Menschheit. In Vorderasien begann der Prozess der sesshaften Lebensweise, die sich in den nächsten Jahrtausenden bis nach Mitteleuropa ausbreitete. Das bedeutet, dass die Menschen den Wandel von Jagd und Sammeln zu Ackerbau und Viehzucht vollzogen, was nicht nur wirtschaftliche Folgen hatte, sondern sich auch sozial, kulturell und technologisch ausgewirkt hat. Damit wurde der Grundstein für die Bronze- und später auch die Eisenzeit gelegt, sodass sich später überhaupt erst Hochkulturen entwickeln konnten. Umso beeindruckender sind die Bauwerke von Göbekli Tepe, die bereits zur Anfangszeit dieses Prozesses entstanden sind.

Fazit zur Göbekli Tepe Ausstellung

Fazit zur Göbekli Tepe Ausstellung In Berlin kann noch bis zum 19. Juli 2026 die archäologische Sonderausstellung “Gebaute Gemeinschaft” besucht werden. Die Göbekli Tepe Ausstellung ist in der James-Simon-Galerie auf der Museumsinsel zu sehen. Inhaltlich geht es um “Göbeklitepe, Taş Tepeler und das Leben vor 12.000 Jahren”.

Damit richtet sich der Blick auf die heutige Türkei, wo die ältesten Großbauten der Menschheit gefunden wurden, die weitaus älter als die ägyptischen Pyramiden sind. Beteiligt sind auch das Archäologische Museum Şanlıurfa sowie die Universität Istanbul. Ein Besuch der Ausstellung erlaubt den Blick zurück in eine Vergangenheit, die den Wendepunkt des Menschen hin zur Sesshaftigkeit markiert. Tickets können online oder vor Ort gekauft werden.

Thomas Wernicke

Ich bin Redakteur für Technik, PC & Internet, Events, Kultur und Zeitgeschehen und beobachte, wie digitale Entwicklungen unser Leben beeinflussen – oft leise, manchmal tiefgreifend. Technik fasziniert mich nicht nur als Werkzeug, sondern als Kraft, die unseren Alltag und unser Denken verändert. In meinen Artikeln verbinde ich technische Themen mit gesellschaftlichen Entwicklungen, die oft komplexer sind, als sie scheinen. Aufgewachsen in Berlin, schätze ich klare Worte, trockenen Humor und ehrliche Perspektiven. Nach meinem Studium des Journalismus in Leipzig habe ich in vielen Redaktionen gearbeitet, von der Tageszeitung bis zum digitalen Newsroom. Technik begleitet mich seit meiner Kindheit und bleibt bis heute ein Motor meiner Neugier. Bei Die Mark Online schreibe ich über das, was sich verändert, oft leise, aber mit Wirkung. Mein Ziel ist es, Entwicklungen verständlich zu erklären, ohne sie zu vereinfachen.

"Wat nützt der schönste Fortschritt, wenn keener mitkommt?" Thomas Wernicke

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