Würze direkt vor der Tür: Der eigene Kräutergarten
Wer gerne isst, der weiß, dass frische Kräuter den großen Unterschied machen können. Man denke dabei beispielsweise an eine leckere Pasta, die mit frisch gezupftem Basilikum verfeinert wird. Klar, man kann sich getrocknete Kräuter im Supermarkt kaufen, doch in der Regel können die mit den frischen Exemplaren nicht mithalten. Wer regelmäßig diese Frische genießen möchte, der kann ganz einfach zu Hause seinen eigenen Kräutergarten anlegen. Dafür braucht es nicht einmal einen riesigen Garten, denn auch Hochbeete oder Töpfe auf dem Balkon eignen sich bestens dafür. Kräuter sorgen für Aroma und können den Unterschied zwischen gut und richtig gut machen. Wie man selbst Kräuter anpflanzen kann und worauf es zu achten gilt, gibt es in diesem Artikel zu erfahren.
Licht ist Leben: Der richtige Standort
Grundsätzlich sind Kräuter aromatische Pflanzen, die sowohl als Gewürze in der Küche als auch als Heilmittel eingesetzt werden. Die Geschichte zeigt, dass Menschen schon seit Tausenden von Jahren auf Kräuter zurückgreifen. Wenn man jetzt selbst diese Frische zu Hause genießen möchte, kommt es zunächst auf den richtigen Standort an. Grob unterscheiden kann man zwischen sonnigen Plätzen und denen, die im Halbschatten liegen. Mediterrane Kräuter wie Oregano, Thymian und Rosmarin bevorzugen einen Platz in der Sonne, während es die heimischen Wald- und Wiesenkräuter wie Waldmeister, Minze und Bärlauch im Halbschatten gemütlich haben.
Die Sonnenanbeter mögen eher sandigen und nährstoffarmen Boden, was auch Staunässe verhindern kann. Blattkräuter hingegen mögen es humusreich und sehr feucht. Zu beachten ist auch die Nachbarschaft, denn nicht alle Kräuter vertragen sich gleichermaßen gut miteinander. Während sich manche gegenseitig fördern, behindern sich andere aufgrund von Licht und Nährstoffen. Das Bild der Kräuterspirale kann helfen. Nach oben kommen die Pflanzen, die viel Sonne benötigen. Je weiter es nach unten geht, desto feuchter darf es werden. Während sich beispielsweise Dill und Petersilie gut vertragen, sind Basilikum und Salbei weniger gute Nachbarn.
Pflegen und Ernten der Kräuter
Die entsprechenden Samen lassen sich in jedem Baumarkt finden, ebenso aber auch schon gepflanzte Kräuter, die auch genutzt werden können. Wichtig ist aber nicht nur das Anpflanzen, sondern auch die Pflege. Dabei kann weniger mehr sein. Die mediterranen Kräuter haben mit Trockenheit keine großen Probleme und können sie eher verzeihen als Staunässe. Daher gilt hier der Test: Wenn die oberen zwei Zentimeter der Erde trocken sind, dann kann man auch zur Gießkanne greifen. Auch sollte man regelmäßig zurückschneiden, damit ein buschiger Wuchs verhindert wird. Das hilft dabei, dass die Pflanzen nicht zu schnell verholzen.

Wenn es dann um die Ernte geht, eignet sich der späte Vormittag, da dann schon der Tau getrocknet ist, aber die Mittagssonne noch nicht zu stark gebrannt hat. Die meisten Kräuter können frisch genutzt werden, doch manche eignen sich auch sehr gut zum Trocknen. Tatsächlich hat Oregano den Vorteil, dass sich das Aroma dadurch noch intensiviert. Basilikum kann dagegen in Olivenöl eingefroren werden, alternativ kann man es direkt zu Pesto verarbeiten. Wichtig: Wenn die Kräuter ordentlich sprießen, dann sollte man sie auch regelmäßig ernten. Das wirkt immer wie ein Verjüngungsschnitt. Zu unterscheiden ist außerdem zwischen den Pflanzen, die einjährig blühen wie Dill und Basilikum, und jenen, die auch durch den Winter kommen wie Schnittlauch, Salbei und Thymian.
Fazit zu Kräutergarten

Vor allem mediterrane Kräuter sollten nicht zu stark gewässert werden, da sie für den trockenen Boden geeignet sind. Allerdings kann man auch immer verschiedene Dinge ausprobieren, da sich die Kräuter leicht erneut einpflanzen lassen. Wer seinen eigenen Kräutergarten pflegt, kann zukünftig viele Gerichte verfeinern.