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Ist Laura Dahlmeiers Freund verunglückt?

Der Tod von Laura Dahlmeier am Laila Peak im pakistanischen Karakorum hat die Biathlonwelt tief erschüttert. Die zweifache Olympiasiegerin verlor am 28. Juli 2025 ihr Leben bei einem Steinschlag in 5.700 Metern Höhe. Ihr früher Tod mit nur 31 Jahren hat viele Fans fassungslos zurückgelassen. Besonders tragisch wirkt ein Umstand, der bereits drei Jahre zuvor ihr Leben geprägt hatte.

Schon im Januar 2022 musste die Ausnahmesportlerin einen schweren Verlust verkraften. Robert Grasegger, ihr früherer Lebensgefährte und erfahrener Bergführer, kam bei einer Lawine in Patagonien ums Leben. Sein Schicksal steht in engem Zusammenhang mit Dahlmeiers eigener Geschichte am Berg. Die Parallelen zwischen beiden Unglücken sind bemerkenswert und schmerzhaft zugleich.

Robert Grasegger: Porträt eines jungen Ausnahme-Alpinisten

Robert Grasegger stammte aus Grainau, einem kleinen Zugspitzdorf bei Garmisch-Partenkirchen. Schon in der Kindheit entdeckte er seine Leidenschaft für die Berge und verwandelte sie in eine Profession. Mit nur 29 Jahren galt er in der deutschen Alpinistenszene als aufstrebender Stern. Im November 2021 schloss er seine Ausbildung beim Bergführerverband IFMGA erfolgreich ab.

Bergsteiger

Seine Kletterkarriere führte ihn rund um den Globus. Grasegger bestieg den Elbrus mit Skiern, kletterte in Bolivien und bewältigte die legendäre Nose am El Capitan im Yosemite Valley. Einen Namen machte er sich vor allem durch Erstbegehungen beim Eis- und Mixedklettern in den Alpen. Zu seinen Seilpartnern zählten bekannte Größen wie der britische Topkletterer Tom Livingstone.

Das Lawinenunglück an der Aguja Guillaumet

Am 6. Januar 2022 verunglückte Grasegger an der Aguja Guillaumet im Fitz-Roy-Massiv. Gemeinsam mit seiner österreichischen Partnerin und einem weiteren deutschen Kletterer wollte er den 2.579 Meter hohen Granitgipfel bezwingen. Bei Tauwetter stiegen die beiden in ein 45 Grad steiles Schneefeld ein. Der dritte Bergsteiger wartete aus Vorsicht im sicheren Blockgelände.

Plötzlich löste sich eine Nassschneelawine und riss beide Kletterer bis zu den Blöcken hinunter. Die 28-jährige Partnerin überlebte schwer verletzt, Grasegger jedoch verstarb an seinen Verletzungen. Da die Gruppe weder über Satellitentelefon noch Funkgerät verfügte, dauerte der Notruf zwei Stunden. Rund vierzig Rettungskräfte und ein Militärhelikopter rückten später aus, konnten aber nur noch seinen Leichnam bergen.

Dahlmeiers Umgang mit dem Verlust

In einer ZDF-Dokumentation aus dem Dezember 2024 sprach Dahlmeier offen über den Schicksalsschlag. Sie betonte, dass solche Ereignisse sie zum Nachdenken zwängen. „Wenn dann wieder ein schlimmer Unfall ist und es passiert was im direkten Umfeld, dann stellt man sich auch wieder die Frage: ‚Puh, wie macht man denn jetzt weiter'“, erklärte sie damals. Ihre Worte wirken heute fast prophetisch.

Dahlmeiers Umgang mit dem Verlust

Auch Veronika Schirmer, die Schwester des Verstorbenen, kam in der Doku zu Wort. Sie beschrieb Dahlmeiers Bergsport als Risikosportart, vertraute ihrer Freundin aber vollkommen. Schirmer hatte ein schweres Jahr hinter sich, fand jedoch inneren Frieden mit dem Tod ihres Bruders. Heute trauert sie um eine weitere Person, die ihr nahe stand.

Die gemeinsame Zeit mit Laura Dahlmeier

Über die Beziehung zwischen Dahlmeier und Grasegger drang nur wenig an die Öffentlichkeit. Beide verband eine tiefe Leidenschaft für den Alpinismus und das Klettern. Ein Instagram-Bild aus dem Jahr 2019 zeigt die beiden gemeinsam in den Bergen. Dahlmeier wurde später als begeisterte Kletterin zu einer von Graseggers vielen Seilpartnerinnen.

Zum Zeitpunkt des Unglücks waren die beiden kein Paar mehr. Trotzdem traf sein Tod die frühere Biathletin schwer. Ihre Verbindung reichte über die romantische Beziehung hinaus und bestand aus geteilten Erlebnissen in den Bergen. Der Verlust eines so engen Vertrauten hinterließ in ihrem Leben eine spürbare Lücke.

Ein tragischer Zufall am Laila Peak

Am 28. Juli 2025 wurde Laura Dahlmeier selbst Opfer eines Bergunglücks. Bei einer Expedition am 6.069 Meter hohen Laila Peak im pakistanischen Karakorum traf sie ein Steinschlag. Ihre Seilpartnerin setzte sofort einen Notruf ab. Aufgrund der Abgeschiedenheit erreichte ein Rettungshubschrauber die Unfallstelle erst am nächsten Tag.

Die Besatzung konnte keine Lebenszeichen mehr feststellen. Seit 2023 trug Dahlmeier den Titel einer staatlich geprüften Berg- und Skiführerin. Ihr Unfall zeigt eine bittere Parallele zum Schicksal Graseggers. Beide erfahrenen Alpinisten starben in voller Leidenschaft für ihre Berufung, obwohl sie die Gefahren genau kannten.

Die Debatte um Risiko im Extrembergsport

Beide Todesfälle haben eine alte Diskussion neu entfacht. In Alpinistenkreisen werden Fragen nach Ausrüstung, Timing und Risikoabwägung kontrovers diskutiert. Experten kritisierten nach Graseggers Tod das Fehlen von Satellitentelefon und die Bedingungen im steilen Schneefeld. Seine Schwester sprach von einer Statistik, die irgendwann zuschlage.

Graseggers Fall gilt heute als Lehrbeispiel für Lawinensicherheit in Bergführer-Ausbildungen. Seine Geschichte mahnt junge Alpinisten zur Vorsicht und zum Respekt vor der Natur. Bei Dahlmeier hingegen trat ein Steinschlag ein, der als nahezu unvorhersehbares Risiko gilt. Die Berge bleiben für ambitionierte Bergsteiger ein Ort voller Faszination und tödlicher Gefahr.

Fazit zum verunglückten Ex-Freund von Laura Dahlmeier

Fazit zum verunglückten Ex-Freund von Laura Dahlmeier Robert Grasegger starb als einer der vielversprechendsten deutschen Alpinisten seiner Generation. Sein Tod bei einer Nassschneelawine in Patagonien traf die Bergsteigerszene und auch Laura Dahlmeier schwer. Beide verband eine gemeinsame Liebe zum Bergsport, die nun beiden zum Verhängnis wurde. Ihre Geschichten zeigen die Schönheit und Grausamkeit des Alpinismus gleichermaßen. Die Erinnerung an beide bleibt als Mahnung und Vermächtnis bestehen.

Miriam Falkner

Ich bin Redakteurin für Lifestyle, Haushalt, Familie und Alltagsthemen und mag das Unaufgeregte. Mich interessieren die Dinge, die bleiben, wenn man das Laute weglässt: wie wir wohnen, was wir essen, was uns bewegt. Kultur bedeutet für mich nicht Distanz, sondern Alltag mit Haltung. Nach meinem Studium der Medien- und Kulturwissenschaften in Potsdam habe ich direkt in der Redaktion begonnen, zuerst im Printbereich, später im Digitalen. Ich schreibe über das Echte, das oft übersehen wird, aber viel über unsere Zeit erzählt. Bei Die Mark Online widme ich mich diesen Themen, die nicht laut sein müssen, um Bedeutung zu haben. Mein Stil ist ehrlich, klar und aufmerksam für Details. Ich glaube daran, dass Texte auch ohne Effekte wirken, wenn sie nah am Leben sind.

"Das Echte findet man oft im Kleinen, nicht im Spektakulären." Miriam Falkner

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