Ergebnisse der Mountainbike-EM (MTB 2013) in Bern stehen fest
Drei Tage lang ging es bei Bern auf den Hausberg Gurten, denn dort fanden die diesjährigen Mountainbike- und Trial-Europameisterschaften 2013 statt. Es war ein toller Wettbewerb, an dem mehr als 500 Athleten teilgenommen haben. Insgesamt 14 Medaillenentscheidungen galt es zu finden und am Ende gab es so manche spannende Disziplin. Besonders interessant an der diesjährigen EM war, dass sie die erste klimaneutrale Meisterschaft der Schweiz war.
Auf dem Berg gab es entsprechende interessante Strecken, doch genauso gab es auch Urban-Kurse inmitten der Stadt. Unter anderem die Zielgerade direkt vor dem Bundeshaus. Zwar konnten die Gastgeber starke Rennen fahren und sich Medaillen sichern, am Ende reichte es aber nicht zu Gold. In vier verschiedenen Sportarten bzw. Disziplinen wurden Entscheidungen gesucht. Folgend alle Informationen zur Meisterschaft und den Ergebnissen.
Die EM 2013 in Bern
Seit 1989 findet die Europameisterschaft regelmäßig statt. Damals zum ersten Mal in der Schweiz, die mehrfach Austragungsort für Cross Country wurde. Zuerst in Anzère, dann noch in Klosters und Zürich und jetzt ein Jahr nach Moskau in Bern. Dual Slalom, Four Cross und Downhill finden in diesem Jahr im bulgarischen Pamporovo und MTB Marathon in Singen in Deutschland statt. Für Cross Country wird es nächstes Jahr ins Saarland nach St. Wendel gehen. Die diesjährige Europameisterschaft war ein voller Erfolg und Bern konnte sich als toller Gastgeber präsentieren.
Ein Pluspunkt in diesem Jahr ist sicherlich das Siegel “Climate Minded”, was letztendlich bedeutet, dass diese Meisterschaft klimaneutral durchgeführt wurde. Zum ersten Mal in der Schweiz. Damit haben sich die Organisatoren als modern gezeigt und bewiesen, dass gerade diese Sportart fit für die Zukunft gemacht werden kann. Die Strecken ließen keine Wünsche offen. Es gab spektakuläre Urban-Kurse direkt im Herzen der Stadt Bern. Unter anderem Trials im historischen Bärengraben oder auch die Zielgerade, die direkt vor dem Bundeshaus entlang führte. Das Event konnte daher auch viele Zuschauer für sich gewinnen.
Die diesjährigen Disziplinen
Cross Country Olympic (XCO) war auch in diesem Jahr wieder das olympische Kernformat der Meisterschaft. Die Fahrer starten dabei im Massenstart auf einem Kurs, der rund 4 bis 5 Kilometer Länge aufweist und viele technische Hürden wie steile Uphill-Passagen und Wurzel- und Fels-Downhills zu bieten hat. Eine weitere Disziplin ist Cross-Country Eliminator (XCE). Das ist ein hochexplosives Springt-Format, bei dem vier Fahrer auf kurzen Kursen bis zu 1 Kilometer Länge gegeneinander antreten. Die beiden schnellsten Fahrer rücken eine Runde bis ins Finale vor. Die Disziplin konnte in Bern ihre Premiere bei einer Europameisterschaft feiern.
Zudem gibt es auch Cross-Country Team Relay (XCR). Dabei handelt es sich um ein gemischtes Staffel-Format, bei dem Teams aus vier Athleten nacheinander eine Runde absolvieren. In Bern sind es sogar zwei Runden gewesen. Außerdem gibt es die 20″ und 26″ Trials. Dabei handelt es sich um Präzisionssport auf Hindernis-Sektionen, also Felsen, Betonblöcke, Holzstämme und mehr. Dabei dürfen die Füße nicht den Boden berühren. Am Ende fließen die Strafpunkte in die Platzierung mit ein.
Ergebnisse der Mountainbike-Europameisterschaft 2013
In der Disziplin Cross-Country Elite konnte sich Julien Absalon aus Frankreich mit einer Zeit von 1:32:21 h durchsetzen und dominierte das Rennen deutlich vor Nino Schurter aus der Schweiz, der den zweiten Platz belegte. Marco Aurelio Fontana aus Italien landete auf dem dritten Platz. Bei den Damen schaffte es Tanja Žakelj aus Slowenien auf den ersten Platz, dahinter landeten Eva Lechner aus Italien und Maja Włoszczowska aus Polen. Bei den Junioren sicherte sich Lukas Baum aus Deutschland den Sieg. Jana Belomoina aus der Ukraine siegte bei der Damen U23, während Helen Grobert aus Deutschland Bronze holte. In der Disziplin Eliminator sicherte sich Daniel Federspiel aus Österreich Gold, bei den Damen war es die Schwedin Jenny Rissveds.

Insgesamt war die MTB 2013 sportlich ein wirklich starkes Turnier. Julien Absalon kann sicherlich als einer der besten Mountainbiker bezeichnet werden, der schon mehrfach Titel holte. Unter anderem ist er nach 2004 und 2008 Doppel-Olympiasieger. Im Sprint konnte der seinem Rivalen Schurter frühzeitig entkommen und somit das Feld um beinahe zwei Minuten dominieren. Als Rekordweltmeister und Olympiasieger ist Nino Schurter mit großen Erwartungen angetreten, musste sich aber mit dem zweiten Platz zufriedengeben. Sicherlich ins Auge fiel Lukas Baum aus Deutschland, der sein Talent unter Beweis stellen konnte mit dem Sieg bei den Junioren. Besonders vielseitig zeigte sich dagegen Jenny Rissveds, die in mehreren Disziplinen starke Ergebnisse erzielte.
Fazit zur Mountainbike-EM MTB 2013 in Bern

Mit dabei waren internationale Stars wie Julien Absalon und Nino Schurter, der zwar den Heimvorteil hatte, sich aber am Ende Absalon deutlich geschlagen geben musste. Auch im Nachwuchsbereich gab es starke Fahrten. Mit dem Sieg von Lukas Baum konnte sich ein deutsches Talent in Szene setzen. Im nächsten Jahr wird es nach Sankt Wendel in Deutschland gehen.