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Heino geht gegen unerlaubte AfD-Werbung in Brandenburg vor

Der Schlagersänger Heino ist wohl vielen ein Begriff. Schon seit über sechzig Jahren steht der gebürtige Düsseldorfer auf der Bühne und schon seit sehr langer Zeit ist er anhand seines markanten Äußeren – die hellblonden Haare mit der Sonnenbrille – leicht zu erkennen. Auch heute noch steht Heino auf der Bühne und hat viele Fans.

Dazu gehört auch Felix Teichner aus der Uckermark, seines Zeichens Landratskandidat der AfD. Der hat nun Heino und dessen Liedzeile “Blau blüht der Enzian” für seine Wahlwerbung in Brandenburg genutzt. Gegen diese unerlaubte AfD-Werbung wehrt sich der 87-jährige Sänger jedoch und hat eine einstweilige Verfügung beim Landgericht Neuruppin eingereicht. Mittlerweile wurde die entsprechende AfD-Werbung bereits gelöscht. Alle weiteren Informationen dazu gibt es in diesem Artikel.

AfD-Werbung ist unzulässig

Laut Felix Teichner ist er selbst ein Fan von Heino und wollte auch die Aktion als solche verstanden wissen. Auf einem Foto, das der AfD-Landratskandidat aus der Uckermark gepostet hatte, stand “Am Sonntag würde Heino Felix wählen!”. Zudem stand dort auch das Zitat “Blau blüht der Enzian”, eines von Heinos berühmtesten Liedern. Nur hatte der Sänger die AfD-Werbung nicht genehmigt und sich sofort davon distanziert. Laut eigener Aussage wehrt er sich gegen diese “ungefragte Instrumentalisierung”. Zum einen wolle er nicht das Gesicht dieser Partei sein, zum anderen würde er niemals Teichner oder Alice Weidel wählen, selbst wenn er dafür wahlberechtigt wäre.

Heino leitete sofort juristische Schritte ein. Die bestanden in einer einstweiligen Verfügung beim Landgericht Neuruppin, außerdem in einer Forderung über 250.000 Euro Schmerzensgeld wegen der Verletzung der Persönlichkeitsrechte. Teichner hat den Post bereits gelöscht und zudem eine Unterlassungserklärung abgegeben. Die Summe will er aber nicht zahlen. Nicht zuletzt, da er nicht so viel Geld besitzt. In der Vergangenheit wurde immer wieder diskutiert, welche politischen Ansichten er vertritt. Laut Manager tritt Heino zwar für konservative Werte ein, wozu ein Heimatbegriff gehört und auch Volkslieder, doch die AfD lehnt er entschieden ab. Nun wurde eine einstweilige Verfügung eingereicht, welche die unerlaubte Wahlwerbung unterbinden soll.

Die jahrzehntelange Karriere von Heino

Die jahrzehntelange Karriere von Heino Heino kam am 13. September 1938 als Heinz Georg Kramm in Düsseldorf zur Welt. Der Wunsch, Musiker zu werden, war schon früh da, dennoch machte er auch eine Handwerkslehre zum Bäcker und Konditor. Schon seit den siebziger Jahren trägt er eine markante Sonnenbrille, da er an der Krankheit Morbus Basedow leidet. Er hat sich auch immer wieder politisch geäußert und sich für verschiedene soziale Projekte engagiert.

Bekannte Lieder von Ihm sind unter anderem “Blau blüht der Enzian” und “Schwarzbraun ist die Haselnuss”. Auch die deutsche Nationalhymne wird von Heino live gesungen. Neben seinen Schlagertätigkeiten hat er sich auch schon in andere Gefilde vorgewagt, unter anderem bei einem gemeinsamen Auftritt mit Rammstein.

Fazit zu Heino und der AfD-Werbung

Fazit zu Heino und der AfD-Werbung Heino hat mit seinem juristischen Vorgehen gegen einen brandenburgischen Politiker ein klares Zeichen für die Selbstbestimmung des Künstlers gesetzt. Zwar hat Heino immer wieder klargemacht, dass er sich politisch auf der konservativen Seite sieht, doch distanziert er sich eindeutig von der AfD. Felix Teichner aus der Uckermark hat mit Heino Werbung für die AfD gemacht, jedoch ohne dessen Erlaubnis. Eine einstweilige Verfügung wurde eingereicht und Teichner hat bereits eine Unterlassungserklärung unterschrieben. Ob die geforderten 250.000 Euro auch weiterhin eine Rolle spielen werden, bleibt abzuwarten. Teichner hat bereits gesagt, dass er diese Summe nicht zahlen könne. Derweil wird Heino mit seinen 87 Jahren auch weiterhin auf der Bühne stehen.

Andre Nowak

Ich bin Redakteur für Gaming, Filme, PC und Internet, Kryptowährungen und seit über 30 Jahren täglich mit Technik und digitalen Medien verbunden. Schon in den Tagen von Vobis und röhrenden Lüftern habe ich Rechner auseinandergebaut und Netzwerkprobleme gelöst. Meine kaufmännische Ausbildung und langjährige Erfahrung in Systembetreuung und Hardwarefragen helfen mir, auch komplexe Themen verständlich zu vermitteln. Besonders faszinieren mich Browsergames, digitale Märkte und Filme mit Tempo und Spannung. Bei Die Mark Online schreibe ich über aktuelle Entwicklungen, technische Hintergründe und Trends, die unsere digitale Welt formen. Ich bleibe neugierig, teste gern neue Tools und spiele mit Begeisterung. Kino & Filme sind für mich keine Ablenkung, sondern Orte zum Eintauchen. Mein Ziel ist es, Wissen greifbar zu machen und mit echtem Interesse zu teilen.

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