HU beim Iveco Daily: die häufigsten Mängel und was Sie vorher prüfen sollten
Ob als Kastenwagen oder Pritsche, der Iveco Daily ist eines der beliebtesten Nutzfahrzeuge in vielerlei Branchen. Die Fahrzeuge sind dabei meist tagtäglich auf den Straßen und bei Tausenden Kilometern an Laufleistung pro Jahr lässt sich der Verschleiß nur schwer aufhalten. Damit das Fahrzeug einsatzbereit bleibt und nicht durch die Hauptuntersuchung fällt, sollten Unternehmen bereits vorab die häufigsten Mängel kennen.
Kein Reifenprofil = keine Plakette: Ein absolut vermeidbarer Mangel
Abgefahrene Reifen mit einem zu geringen Profil können vor allem bei Lieferfahrzeugen zum Problem werden. Ist das Fahrzeug zigtausende Kilometer pro Jahr im Einsatz, kann das Mindestprofil trotz regelmäßigem Reifenwechsel unbemerkt unterschritten werden. Erscheinen Sie so zur Hauptuntersuchung, gibt es keine Plakette. Bevor es zum TÜV geht, sollte hier noch einmal nachgemessen werden. In Deutschland gilt eine Mindestprofiltiefe von 1,6 mm für Sommer- wie Winterreifen. Steht vorab ein Reifenwechsel an, braucht es unbedingt die richtige Dimension. Mit für den Iveco Daily geeigneten Ersatzteile und Reifen von https://ivemax.com/de_DE wird sichergestellt, dass der Prüfer keine zu kleinen, zu breiten oder zu großen Reifen beanstandet.
Die Luftfederung als leidiges Thema
Schon seit Jahren gilt die Luftfederung als einer der häufigsten Mängel beim Iveco Daily. Als besonders anfällig gilt der Kompressor, welcher als typisches Verschleißteil rund alle 100.000 Kilometer getauscht werden muss. Bei Lieferfahrzeugen oder Pritschen mit schwerer Ladung können Schäden aber auch bereits deutlich früher auftreten. Probleme bei der Luftfederung erkennt der HU-Prüfer durch eine ungleiche Fahrzeughöhe sowie Warnleuchten auf dem Armaturenbrett. Ist der Kompressor kaputt, sollten in weiterer Folge auch gleich die Luftfederbälge getauscht werden. Diese halten zwar oft etwas länger, gelten aber ebenso als typisches Verschleißteil im Bereich der Luftfederung. Fällt die Luftfederung bei voller Fahrt mit Zuladung aus, kann es hier sogar zu gefährlichen Situationen im Straßenverkehr kommen. Empfohlen wird, regelmäßig einen Drucktest in der Werkstatt durchzuführen. Damit lassen sich erste Lecks frühzeitig aufspüren und die Luftfederung kann präventiv gewartet werden.
Typische Schwachstellen: Hi-Matic Automatikgetriebe, Anlasser & Motorsteuerung
Ein Automatikgetriebe erhöht den Fahrkomfort, beginnt beim Iveco Daily aber häufig noch vor den 200.000 km am Tacho erste Probleme zu machen. Bemerken Ihre Fahrer eine ruckelnde Schaltung oder verzögerte Gangwechsel, sollte eine systematische Prüfung des gesamten Getriebes durchgeführt werden. Software-Updates und Diagnosen werden dabei alle 50.000 Kilometer empfohlen, um den Verschleiß oder erste Schäden frühzeitig zu erkennen. Das spart in weiterer Folge häufig hohe Reparaturkosten und bringt Sie durch die Hauptuntersuchung. Ebenfalls wichtig: Das Getriebeöl alle 60.000 Kilometer zu wechseln!

Die Kohlebürsten im Anlasser des Iveco Daily programmieren Probleme mit dem Anlasser fast schon vor. Bemerkbar machen sich erste Schwierigkeiten bereits vor der magischen 100.000-Kilometer-Grenze, wenn das Fahrzeug häufig im Start-Stopp-Betrieb genutzt wird oder, wie bei Paketdienstleistern üblich, häufig abgestellt und wieder gestartet werden muss. Machen sich Startschwierigkeiten bemerkbar, sollte das Problem frühzeitig behoben werden. Ein defekter Anlasser kann nicht nur zu Problemen bei der HU führen, im Worst Case lässt sich das Fahrzeug während der Dienstzeit irgendwann nicht mehr starten.
Ein weiteres gängiges Problem am Iveco Daily ist die Motorsteuerung. Ein unregelmäßiger Leerlauf oder erhöhte Emissionen beeinträchtigen die Alltagsnutzung zwar nur bedingt, bei der Hauptuntersuchung erweist sich eine defekte Elektronik jedoch als gravierender Mangel. Die Ursache kann in vielen Fällen jedoch kostengünstig behoben werden, indem bekannte Verschleißteile wie der Luftmassenmesser oder der Abgastemperaturfühler getauscht werden.
Rost lieber früh bekämpfen als später teuer reparieren
