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Modulsofa richtig planen: Was ein Sofa aus Modulen im Alltag leisten muss

Ein Modulsofa lohnt sich vor allem dann, wenn schon beim Kauf absehbar ist, dass sich Wohnung, Familie oder Grundriss in den kommenden Jahren verändern werden. Statt ein fertiges Möbel in fester Form zu kaufen, stellt man sich das Sofa aus einzelnen Elementen zusammen, die sich später ergänzen, umstellen oder in einen anderen Raum mitnehmen lassen. Das klingt zunächst nach einem reinen Komfortthema, entscheidet aber ganz praktisch darüber, ob ein teures Polstermöbel nach dem nächsten Umzug noch passt.

Wie weit dieses Prinzip inzwischen reicht, zeigt Man-Go, ein Bodema modulares sofa mit wechselbezug nach einem Entwurf des Designers Michele Mantovani. Der italienische Hersteller hat das System so angelegt, dass aus denselben Grundelementen ein kompakter Zweisitzer ebenso entstehen kann wie eine große Sitzlandschaft mit doppelter Ecke. Hinzu kommen Zusatzelemente wie ein integriertes Bücherregal oder ein eingelassener Couchtisch aus Marmor, die aus dem Sofa eher ein kleines Einrichtungssystem machen.

Was ein Modulsofa von einem klassischen Sofa unterscheidet

Ein herkömmliches Sofa wird als geschlossene Einheit gebaut: Gestell, Armlehnen und Sitzfläche bilden ein Stück, dessen Maße vom ersten Tag an feststehen. Beim Modulsofa sind es dagegen einzelne Sitz-, Eck- und Endelemente, die erst im Wohnzimmer zu einer Form zusammenfinden. Wer später mehr Platz braucht, kauft ein Modul nach, und wer in eine kleinere Wohnung zieht, stellt einen Teil als eigenständiges Sofa oder als Einzelsitz in ein anderes Zimmer.

Damit das funktioniert, kommt es auf zwei Dinge an, die man im Geschäft leicht übersieht. Die Module sollten stabil miteinander verbunden werden können, damit im Alltag keine Lücken entstehen, und das System sollte über Jahre lieferbar bleiben, damit ein Nachkauf nicht an einem ausgelaufenen Bezugsstoff scheitert. Es lohnt sich deshalb, beim Händler direkt nachzufragen, wie lange einzelne Elemente und Stoffe verfügbar sind.

Man-Go im Detail: Gestell, Polster und Zusatzelemente

Das auffälligste Bauteil von Man-Go sitzt unter den Polstern. Bodema hat dafür exklusiv ein tragendes Untergestell entwickelt, einen umlaufenden Sockel mit hohen Füßen aus Aluminiumdruckguss, in den der Holzrahmen mit Stützgurten eingesetzt wird. Weil dieser Rahmen das volle Gewicht der Polsterung trägt, kommt das Sofa ohne zusätzliche Mittelfüße aus, was gerade bei langen Kombinationen optisch einen Unterschied macht.

Die Sitzflächen sind breit und tief, die Rückenlehne bewusst niedrig gehalten. Rücken- und Sitzkissen sind mit Gold-Label-zertifizierten Daunen gefüllt, die in Kammern verteilt und mit einem hypoallergenen Baumwollbezug umhüllt sind, damit sie nicht verklumpen. Darunter liegen Schichten aus Polyurethan mit zunehmender Dichte, die für den nötigen Halt sorgen.

Man-Go im Detail: Gestell, Polster und Zusatzelemente

Jedes Modul lässt sich außerdem mit weiteren Elementen ergänzen:

  • Ein Bücherregal aus Eichenfurnier in Wengé-Ausführung kann hinter der Sitzfläche oder seitlich anstelle der Armlehne sitzen. Seine abgeschrägten Kanten greifen denselben 45-Grad-Winkel auf, der auch an der Aluminiumstruktur zu finden ist.
  • Ein Couchtisch mit Marmorplatte lässt sich direkt in die Sofakombination einarbeiten, sodass kein separater Tisch vor dem Sofa stehen muss.
  • Hocker können mit den Sitzmodulen kombiniert werden, um aufgelöste, frei gestaltete Anordnungen zu schaffen. Eine Variante mit Tischfläche und Schublade ist ebenfalls vorgesehen.
  • Eine Chaiselongue ergänzt die Kombination um eine Liegefläche, etwa für die Leseecke am Fenster.

Konfigurationen für große, offene Wohnräume

Offene Grundrisse stellen besondere Anforderungen an ein Sofa, weil es dort oft frei im Raum steht und von mehreren Seiten zu sehen ist. Solche Flächen finden sich in vielen Neubauten, aber ebenso in früheren Büroetagen oder Ladenlokalen, die beim Umbau von Gewerbe zu Wohnen zu Wohnungen werden und oft kaum Zwischenwände haben. Ein Sofa, das nur an einer Wand funktioniert, lässt dort viel Raum ungenutzt, während sich ein modulares System an die Fläche anpassen lässt.

Man-Go lässt sich als gerades Sofa mit zwei bis fünf und mehr Sitzplätzen, als Ecksofa, als L-förmige Halbinsel oder als Panorama-Variante mit doppelter Ecke planen. In einem großen Wohnbereich bietet sich besonders die Halbinsel an, weil sie einen Sitzbereich klar umreißt, ohne den Raum zu verschließen. Steht das Sofa frei, kann das Bücherregal an der Rückseite gleichzeitig als niedrige Abgrenzung zum Essbereich dienen und die sonst sichtbare Rückenlehne verdecken. Mit Hockern und integriertem Tisch entsteht so eine Sitzinsel, die mehr Funktionen übernimmt als ein einzelnes Sofa an der Wand.

Bezüge, Materialien und Raumluft

Alle Man-Go-Varianten sind mit abnehmbaren Bezügen aus Stoff, Samt oder Leder erhältlich. Gerade bei einem großen Modulsofa zahlt sich das aus, denn einzelne Bezüge lassen sich reinigen oder ersetzen, ohne dass das ganze Möbel betroffen ist. Bei einer Familie mit Kindern oder Haustieren dürfte ein strapazierfähiger Webstoff meist die praktischere Wahl sein als heller Samt.

Bezüge, Materialien und Raumluft

Weil Polstermöbel eine große Oberfläche haben und viele Jahre im Wohnraum bleiben, lohnt auch ein Blick auf mögliche Ausdünstungen. Solche Labels geben eine erste Orientierung, und wo ein Modell keines trägt, helfen Fragen nach Materialangaben, Prüfberichten und Pflegehinweisen beim Händler weiter.

Vor dem Kauf: messen, planen, probesitzen

Ein Modulsofa verzeiht Planungsfehler eher als ein festes Sofa, trotzdem spart eine gute Vorbereitung Ärger. Zuerst kommt das Aufmaß: Raumlänge, Abstand zu Heizkörpern und Fenstern, Laufwege zum Essbereich und die Maße von Treppenhaus und Wohnungstür, durch die jedes Modul einzeln passen muss. Für die Feinplanung stellt Bodema auf der Produktseite von Man-Go ein technisches Datenblatt sowie 2D- und 3D-Dateien bereit, mit denen sich verschiedene Anordnungen im eigenen Grundriss vergleichen lassen.

Die tiefen Sitzflächen und die niedrige Rückenlehne fühlen sich zudem für jeden anders an, deshalb gehört ein ausgiebiges Probesitzen zur Entscheidung dazu. Auf der Website des Herstellers ist eine Liste von Vertriebspartnern hinterlegt, bei denen sich die Kollektion ansehen lässt.

Miriam Falkner

Ich bin Redakteurin für Lifestyle, Haushalt, Familie und Alltagsthemen und mag das Unaufgeregte. Mich interessieren die Dinge, die bleiben, wenn man das Laute weglässt: wie wir wohnen, was wir essen, was uns bewegt. Kultur bedeutet für mich nicht Distanz, sondern Alltag mit Haltung. Nach meinem Studium der Medien- und Kulturwissenschaften in Potsdam habe ich direkt in der Redaktion begonnen, zuerst im Printbereich, später im Digitalen. Ich schreibe über das Echte, das oft übersehen wird, aber viel über unsere Zeit erzählt. Bei Die Mark Online widme ich mich diesen Themen, die nicht laut sein müssen, um Bedeutung zu haben. Mein Stil ist ehrlich, klar und aufmerksam für Details. Ich glaube daran, dass Texte auch ohne Effekte wirken, wenn sie nah am Leben sind.

"Das Echte findet man oft im Kleinen, nicht im Spektakulären." Miriam Falkner

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