Fachtagung Bauwerksdiagnose 2012 in Berlin – Rückblick auf die Tagung
Die Bauwerksdiagnose ist eine der wichtigen Grundlagen des modernen Bauwesens, die dafür sorgt, dass Bauwerke und ihre Zustände fachgerecht eingeordnet werden und Sicherheit an oberster Stelle stehen kann. In Deutschland ist die Deutsche Gesellschaft für zerstörungsfreie Prüfung federführend in diesem Bereich. Regelmäßig findet daher auch die Fachtagung Bauwerksdiagnose statt, die jetzt in Berlin ausgerichtet wurde.
Über zwei Tage ging es in das Gebäude der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung, wo über viele Aspekte des Themas gesprochen wurde. Das zentrale Thema in diesem Jahr lautete “Praktische Anwendungen Zerstörungsfreier Prüfungen und Zukunftsaufgaben”. Das wissenschaftliche Programm umfasste Workshops, Vorträge und Diskussionen. Außerdem wurde ein Rahmenprogramm auf die Beine gestellt. Den Rückblick auf die Tagung gibt es in diesem Artikel.
Die Fachtagung Bauwerksdiagnose in Berlin
Alle zwei Jahre findet die Fachtagung für Bauwerksdiagnose statt. In diesem Jahr ging es dafür nach Berlin. Genauer gesagt zur Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung. Organisiert wird die Tagung von der Gesellschaft für Zerstörungsfreie Prüfung und umfasst verschiedene Themen, die mit der Bauwerksdiagnose zusammenhängen. In diesem Jahr lag der Fokus auf “Praktische Anwendungen Zerstörungsfreier Prüfungen und Zukunftsaufgaben”.
Die Tagung war angesetzt für den 23. und 24. Februar 2012. Es ging zudem um die Qualifizierung und Ausbildung im Bereich ZfPBau-Bereich. Außerdem wurden technologische Neu- und Weiterentwicklungen präsentiert. Neben dem normalen Programm gab es ein Rahmenprogramm, zu dem eine Posterausstellung und eine Geräteausstellung gehört haben.
Das Programm für die Konferenz
Los ging es am 23. Februar mit einem Workshop zum Thema “Anwendung von Verfahren zur Bewehrungsortung und Betondeckungsmessung in Theorie und Praxis”. Zum Thema sprachen A. Schaab von Hochtief Solutions und A. Taffe von BAM Berlin. Es folgte eine Praxisanwendung in der Versuchshalle der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung. Danach folgte die offizielle Begrüßung. Es gab verschiedene Themenblöcke. Im ersten ging es um ZfPBau-Ausbildung und Schulung. Es gab verschiedene Vorträge. Weiter ging es am Nachmittag mit der Geräteentwicklung. Die Sitzung wurde von J. Krieger geleitet. Themen waren unter anderem die Zustandsanalyse von Spanngliedern in Spannbetonbauwerken und aktuelle Entwicklungen bei scannenden Ultraschallabbildungsverfahren.

Am nächsten Tag ging es direkt morgens weiter. Der nächste Block behandelte die Aspekte “Bestandsaufnahme, Ertüchtigung und statische Nachrechnungen”. Entsprechende Vorträge behandelten die Themen “Nachrechung von Brücken – Bedeutung für die Praxis”, “Ortung von Spanngliedern zum schadensfreien Bohren im Rahmen von Ertüchtigungsmaßnahmen”, “Die Bauwerksdiagnose als Bestandteil zur statischen Nachrechnung von Brücken” und “Detektion von Ermüdungsbrüchen bei Stahlbetonbrücken”. Es folgten Beispiele aus der Praxis wie “Ultraschall-Untersuchungen zur Feststellung von Fehlstellen in Hüllrohren” und “Qualitätssicherung an einer überschnittenen Bohrpfahlwand am Beispiel der Schleuse Dörverden”. J. H. Kurz hielt den Schlussvortrag “Das virtuelle Bauwerk – Kombinierte skalenübergreifende Visualisierung von ZfPBau Ergebnissen”.
Zum Rahmenprogramm gehörten der Workshop am Anfang der Tagung und die BAM Gerätevorführungen an Probekörpern. Außerdem gab es eine Posterausstellung. Zu den gezeigten Postern gehörten “Feuchtescans an Bauteilen und Wänden”, “Brückenmonitoring – Spanngliedausfall frühzeitig erkennen”, “Untersuchung von Betonbauteilen mit dem Impact-Echo-Verfahren in Luftankopplung”, “DGZfP-Merkblatt B11: Anwendung des Impakt-Echo-Verfahren zur zerstörungsfreien Prüfung von Betonbauteilen”, “Ermittlung von Detektionstiefen an Betonbauteilen mit Radar”, “Das Radar-Magnet-betontest-Verfahren zur Bestimmung der Feuchte und des Chloridgehalts von Brückenfahrbahnplatten aus Beton” und “Kombination von Ultraschallecho und Betonwiderstand an einheimischen und tropischen Laubhölzern”.
Die Deutsche Gesellschaft für zerstörungsfreie Prüfung
Die zerstörungsfreie Prüfung hat die Aufgabe, Bauwerke überprüfen zu können, ohne die Substanz zerstören zu müssen. Als Sprachrohr dieses Bereichs sieht sich die Deutsche Gesellschaft für zerstörungsfreie Prüfung, die auch regelmäßig die Fachtagung für Bauwerksdiagnose auf die Beine stellt. Sie richtet sich sowohl an Menschen aus der Branche, als auch an Studierende, Professoren, Schüler und Lehrer.

Die Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses ist eine der Hauptaufgaben. Außerdem werden regelmäßig Auszeichnungen verliehen, um herausragende Spitzenleistungen aus Forschung und Anwendung zu belohnen. Die Forschung ist ein wichtiger Aspekt, der zu den Kernaufgaben der DGZfP gehört.
Die Vielfalt der Bauwerksdiagnose
Bauwerke müssen sicher gebaut werden, wofür es sehr viele Auflagen gibt. Die Disziplin der Bauwerksdiagnose ist im weiteren Schritt wichtig, da Bauwerke aufgrund ihres Ist-Zustandes bewertet werden können. Es geht dabei um Gebäude, aber auch um Tunnel, Brücken und historische Denkmäler. Diese Überprüfungen sollen möglichst zerstörungsfrei geschehen. Zu den Hauptzielen gehören die Sicherheit, Dauerhaftigkeit, Tragfähigkeit und die Berechnung der verbleibenden Lebensdauer. Das ZfP-Bau-Verfahren ist eine wichtige Grundlage. Zu den Säulen der Arbeit gehören die Schadensfrüherkennung und Bestandsaufnahme, die fundierte Instandsetzungsplanung, die Qualitätssicherung bei Neubauten und die statische Nachrechnung und Lebensdauerprognose.
Fazit zur Fachtagung Bauwerksdiagnose 2012
