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Dschingis Khan und die Welt der Mongolen: Ausstellung in Berlin

Anlässlich des 800. Todestages von Dschingis Khan widmet sich eine große Ausstellung auf der Berliner Museumsinsel dem mongolischen Weltreich. Bis zum 18. April 2027 werden in der James-Simon-Galerie archäologische Schätze aus der Mongolei und anderen Ländern gezeigt. Sie geben einen Einblick in eines der bedeutendsten Reiche des Mittelalters.

Der Name Dschingis Khan ist weltweit bekannt. Als Begründer des Mongolischen Reiches gilt er bis heute als eine der berühmtesten und einflussreichsten Herrscherfiguren der Weltgeschichte. Das Museum für Vor- und Frühgeschichte der Staatlichen Museen zu Berlin stellt den Herrscher und die Welt der Mongolen in einer Ausstellung vor. Alle Informationen dazu gibt es in diesem Artikel.

Dschingis Khan Ausstellung in Berlin

Im Jahr 1227 starb Dschingis Khan. Sein genaues Alter ist nicht bekannt, dafür aber sein Einfluss, den er auf das Reich der Mongolen und damit auf die Welt haben sollte. Sein Todesjahr jährt sich 2027 zum 800. Mal. Eine umfangreiche Sonderausstellung unter dem Titel “Dschingis Khan und die Welt der Mongolen” gibt Einblicke in das Leben des bekannten Herrschers, vor allem aber in die Welt der Mongolen und die Lebensweise der Reiternomaden. Es werden Exponate aus einem Zeitraum von rund 500 Jahren gezeigt. Die Ausstellung läuft vom 21. Oktober 2026 bis zum 18. April 2027 und ist in der James-Simon-Galerie auf der Museumsinsel in Berlin zu sehen.

Bei vielen der archäologischen Funden aus der Mongolei ist es das erste Mal überhaupt, dass sie außerhalb ihres Herkunftslandes gezeigt werden. Zusätzlich gibt es Leihgaben aus Rumänien und Polen sowie der Staatsbibliothek zu Berlin, dem Deutschen Historischen Museum und weiteren Sammlungen der Staatlichen Museen zu Berlin.

Führungen, Gespräche und Workshops

Neben der Ausstellung gibt es verschiedene Veranstaltungen, die sich sowohl an Erwachsene als auch an Kinder richten. Bei den “Jurtengesprächen” beispielsweise können die Besucher mit Fachleuten ins Gespräch kommen und mehr über die Geschichte und Kultur der Mongolen erfahren. Zudem gibt es die öffentliche Führung unter dem Titel “Von der Steppe zum Weltreich”, die einen guten Überblick über die Ausstellung bietet. Diese wird auch in englischer Sprache angeboten. Zudem gibt es auch eine türkische Führung unter dem Namen “Bozkırdan Dünya İmparatorluğuna”. Abgerundet wird das Angebot durch den ‚Märchenabend in der Jurte‘, bei dem das Erzählen im Mittelpunkt steht, sowie durch den Workshop “Schreiben wie die Khane”, bei dem Schriftstücke und Schriftkultur des Mongolischen Reichs näher beleuchtet werden.

Das mongolische Jahrhundert

Besonderes Augenmerk gilt den Jahren zwischen 1250 und 1350, die in der Ausstellung als “Mongolisches Jahrhundert” benannt werden. In dieser Zeit veränderte das Mongolische Reich die politische und kulturelle Ordnung großer Teile der Welt. Unter Dschingis Khan und seinen Nachfolgern entstand ein riesiges Herrschaftsgebiet, das sich über weite Teile Asiens bis nach Osteuropa erstreckte.

Das mongolische Jahrhundert

Dadurch gewannen Handelswege und kultureller Austausch über große Distanzen eine neue Bedeutung. Die Ausstellung richtet einen differenzierten Blick auf diese Epoche, wobei auch neuere Forschungsergebnisse eingeflossen sind. Matthias Wemhoff, Direktor des Museums für Vor- und Frühgeschichte hat die Gesamtleitung des Ausstellungsprojekts übernommen.

Die James-Simon-Galerie auf der Museumsinsel

Die Ausstellung findet in der James-Simon-Galerie statt, dem zentralen Eingangsgebäude und Besucherzentrum der Museumsinsel. Benannt wurde das Gebäude nach James Simon, einem bedeutenden Mäzen der Staatlichen Museen zu Berlin, der von 1851 bis 1932 lebte. Der Entwurf für das Gebäude stammt von David Chipperfield Architects. Die James-Simon-Galerie ist Teil des 1999 beschlossenen Masterplans Museumsinsel, der das UNESCO-Welterbe bewahren und zugleich zu einem zeitgemäßen Museumskomplex weiterentwickeln soll. Die Galerie ist eine wichtige Anlaufstelle für Besucher. Unter anderem kann man hier Tickets erwerben und sich informieren, ebenso gibt es ein Café, einen Museumsshop, ein Auditorium und Räume für Sonderausstellungen.

Dschingis Khan und die Welt der Mongolen: das Fazit

Dschingis Khan und die Welt der Mongolen: das Fazit Wer mehr über einen Herrscher und dessen Weltreich erfahren möchte, das zumindest dem Namen nach sehr bekannt ist, der sollte einen Besuch der Ausstellung “Dschingis Khan und die Welt der Mongolen” auf der Museumsinsel in Berlin ins Auge fassen. Die Ausstellung ist in der James-Simon-Galerie zu sehen und läuft noch bis zum 18. April 2027. Sie bietet interessante Einblicke in die Welt der Mongolen, die unter Dschingis Khan ein Weltreich erobert haben. Ein reguläres Ticket für die Sonderausstellung kostet 14 Euro. Für 18 Euro ist auch der Besuch des Neuen Museums eingeschlossen. Ein Ticket für die gesamte Museumsinsel kostet 24 Euro. Die Ausstellung ist vollständig rollstuhlgeeignet.

Thomas Wernicke

Ich bin Redakteur für Technik, PC & Internet, Events, Kultur und Zeitgeschehen und beobachte, wie digitale Entwicklungen unser Leben beeinflussen – oft leise, manchmal tiefgreifend. Technik fasziniert mich nicht nur als Werkzeug, sondern als Kraft, die unseren Alltag und unser Denken verändert. In meinen Artikeln verbinde ich technische Themen mit gesellschaftlichen Entwicklungen, die oft komplexer sind, als sie scheinen. Aufgewachsen in Berlin, schätze ich klare Worte, trockenen Humor und ehrliche Perspektiven. Nach meinem Studium des Journalismus in Leipzig habe ich in vielen Redaktionen gearbeitet, von der Tageszeitung bis zum digitalen Newsroom. Technik begleitet mich seit meiner Kindheit und bleibt bis heute ein Motor meiner Neugier. Bei Die Mark Online schreibe ich über das, was sich verändert, oft leise, aber mit Wirkung. Mein Ziel ist es, Entwicklungen verständlich zu erklären, ohne sie zu vereinfachen.

"Wat nützt der schönste Fortschritt, wenn keener mitkommt?" Thomas Wernicke

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